Ein Bewerbungsgespräch strukturiert führen Tipps und Beispiele zum Gesprächsleitfaden und Fragenkatalog

Geeignetes Personal für offene Stellen zu finden ist in der gegenwärtigen Zeit für viele Arbeitgeber eine komplexe Problematik. Die meist relativ kurze Zeit eines Bewerbungsgespräches muss ausreichen, um sich ein umfangreiches Bild des Bewerbers zu machen und auf dieser Grundlage zu entscheiden, ob der Anwärter qualifiziert ist für die Stelle. Ein strukturierter Ablauf anhand eines Gesprächsleitfadens und ausgiebigen Fragenkatalogs macht sich wirklich bezahlt. Der ALPHAJUMP Arbeitgeberguide erklärt dir, welche Vorbereitungen wirklich wichtig sind für das perfekte Bewerbungsgespräch.

Gesprächsleitfaden Bewerbungsgespräch
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 24.09.2018 | Aktualisiert am: 07.02.2019

Gesprächsleitfaden und Fragenkatalog für Bewerbungsgespräche

Nicht nur als potenzieller neuer Arbeitnehmer muss ein Bewerbungsgespräch gezielt vorbereitet werden, sondern diese Aufgabe kommt auch auf den Arbeitgeber zu. Gerade in deinem ersten selbstgeführten Bewerbungsgespräch als Arbeitgeber ist wahrscheinlich nicht nur dein Gegenüber nervös, sondern auch Du. Deine Entscheidung nach dem Bewerbungsgespräch kann nicht nur über die Zukunft des Bewerbers entscheiden, sondern kann auch große Auswirkungen auf die Zukunft des Unternehmens haben. Deshalb gilt: Vorbereitung muss sein! In diesem Artikel des Arbeitgeberguides von ALPHAJUMP erfährst Du, wie Du gründlich ein anstehendes Bewerbungsgespräch vorbereitest und richtig führen kannst, damit Du am Ende keine mögliche Fehlentscheidung triffst.

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1. Vorbereitung eines Bewerbungsgespräches

Ein zufriedenstellendes Bewerbungsgespräch muss nicht nur vom potenziellen Arbeitnehmer vorbereitet werden, sondern ist zu großen Teilen auch Aufgabe des Arbeitgebers. In dieser verhältnismäßig kurzen Zeit musst Du dir als verantwortlicher Personaler am besten einen umfassenden Überblick über die Bewerber, deren Stärke, Schwächen und allgemeine Eignung für dein Unternehmen machen.

Dabei muss die allgemeine Vorbereitung eines Bewerbungsgespräches bzw. eines Vorstellungsgespräches nicht so aufwendig sein, wie manche vielleicht denken könnten. Unser Artikel über die allgemeinen Vorbereitungen eines Bewerbungsgespräches als Arbeitgeber kann Dir die ersten hilfreichen Informationen geben, um eine angenehme Gesprächsatmosphäre zu erschaffen. In diesem Artikel des ALPHAJUMP Arbeitgeberguides befassen wir uns speziell mit der Erstellung eines strukturierten Gesprächsleitfadens und umfassenden Fragenkatalogs.

Sobald Du diesen Teil der Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche fertig in der Tasche hast, musst du sie nur in kleinen Nuancen und relativ selten bearbeiten bzw. großartig verändern. Alles rund um diese beiden Vorbereitungen, also hilfreiche Tipps und Tricks, anschauliche Beispiele und auch spezielle Vorlagen, die Du dir einfach als PDF herunterladen kannst, haben wir bereitgestellt.

2. Gesprächsleitfaden konzipieren

Der Gesprächsleitfaden führt dich als Arbeitgeber, wie der Name schon verrät, wie ein roter Faden durch den Ablauf des Bewerbungsgespräches. Eigentlich handelt es sich um eine To-do-Liste, die du während des Gespräches abarbeitest, damit du nicht aus Versehen etwas Essenzielles vergisst. Ein weiterer Pluspunkt von so einem strukturierten Gesprächsleitfaden ist, dass du einen sehr kompetenten und organisierten Eindruck machst.

Je nach Position bzw. Verantwortung der angebotenen Stelle oder auch Unternehmenspolitik kann ein einzelnes Bewerbungsgespräch zwischen 30 Minuten und 2 zwei Stunden liegen. Gerade bei einem längeren Gespräch sollte man zwischendurch eine kurze Pause einlegen, damit sowohl der Bewerber, als auch Du auf andere Gedanken kommen und ihr danach die Unterhaltung konzentriert wieder aufnehmen könnt. Unser vorgeschlagener Gesprächsleitfaden ist konzipiert auf ein Bewerbungsgespräch, das ca. 60 Minuten andauert.

2.1 Begrüßung und Small Talk

Der Einstieg in ein Bewerbungsgespräch kann schon manchmal heikel sein und bestimmend dafür, wie sich das Gespräch entwickelt. Falls du dich an eines deiner Bewerbungsgespräche erinnerst, weißt du noch, wie angespannt du davor warst. Sowohl für Dich, als auch für den nervösen Bewerber ist eine aufgelockerte Stimmung vorteilhafter.

Zu Beginn solltest du einfach von Mensch zu Mensch und unabhängig von der Stelle, dem Unternehmen und Qualifikationen oder ähnliches reden. Mit einer Frage ob das Unternehmen oder auch einfach der Raum gut gefunden wurde, gelingt dir ein entspannter Einstieg und Du erfährst von erster Hand Informationen, die für den Bewerber scheinbar uninteressant sind, für das Unternehmen aber aufschlussreich: Ist das Unternehmen und die Räumlichkeiten leicht zu finden oder vollkommen versteckt?

Ein angebotenes Getränk wird in den allerseltensten Fällen vom Bewerber abgelehnt und bringt dir als potenziell zukünftiger Arbeitgeber extra Pluspunkte – Stichwort: Employer Branding. Je nachdem ob du alleine das Bewerbungsgespräch leitest oder noch andere Verantwortliche der Firma beteiligt sind, solltest du selbstverständlich nicht nur dich selbst vorstellen, sondern auch alle weiteren Teilnehmer des Gespräches. Der Name allein ist schon nett, doch der Vollständigkeit halber sollte auf jeden Fall auch die Position im Unternehmen der einzelnen Personen genannt werden und vielleicht auch spezielle Aufgaben während des Bewerbungsgespräches.

In unserem 60-minütigen Bewerbungsgespräch sollte die erste Phase ungefähr 5 Minuten dauern.

2.2 Kennenlernen

In der zweiten Phase, dem Kennenlernen, steht der Bewerber im Fokus. Nach dem entspannten und auflockernden Small Talk geht es in diesem Abschnitt darum, den potenziell zukünftigen Mitarbeiter und seine Kompetenzen, Stärken und Schwächen richtig kennenzulernen und richtig einzuordnen.

Hier kannst du alle möglichen, untypischen und typischen Fragen stellen, die beispielsweise Hard- und Soft Skills und die allgemeine Eignung des Bewerbers für das Unternehmen überprüfen. Auch sehr interessant sind vorherige Position und Arbeitsstellen des Bewerbers. Wenn der Kandidat in diesem Fall zum Beispiel über seine bisherigen Vorgesetzten nur schlechte Worte verliert und über sie hetzt, ist das möglicherweise kein gutes Zeichen und wirkt nicht professionell.

Hier solltest du auch die vielleicht heikle Frage nach den Gehaltsvorstellungen des Bewerbers stellen. Erfahrungsgemäß kann das eine große Hürde darstellen in der Einstellung neuer Mitarbeiter. Natürlich ist in diesem Fall ein gewisser Verhandlungsspielraum möglich, wenn der Kandidat wirklich perfekt geeignet ist und Du ihn unbedingt einstellen möchtest, doch irgendwann ist eine Grenze erreicht und man muss einsehen, dass eine Zusammenarbeit in diesem Rahmen nicht zustande kommen kann.

In dieser Phase kommt der vorher schon erwähnte Fragenkatalog ins Spiel. Er besteht aus einer Auswahl verschiedenster Fragen, aus denen du auswählen kannst, um dem Bewerber auf den Zahn zu fühlen. Wie genau ein solcher Fragenkatalog aussehen kann, hinsichtlich Aufteilung und Beispielfragen findest im dritten Kapitel dieser Seite. Zusätzlich haben wir für dich einen in PDF Format, zum Download verfügbaren Fragenkatalog bereitgestellt.

Kleiner Tipp am Rande: Mach dir Notizen! Gerade wenn du einige Kandidaten für die offene Stelle hast und mehrere Bewerbungsgespräche führen musst, ist es wichtig sich Notizen zu den einzelnen Person, deren Stärken, Schwächen und anderen Kompetenzen zu machen, damit Du im Nachhinein deine Erinnerungen auffrischen kannst und am Ende die richtige Entscheidung triffst.

Die zweite Phase des Kennenlernens sollte die meiste Zeit in Anspruch nehmen, denn am Ende solltest du keine offenen Fragen mehr haben und dir ein ausreichendes Bild vom potenziell zukünftigen Arbeitnehmer machen. In unserem Beispiel eines einstündigen Bewerbungsgespräches haben wir 20 Minuten eingeplant für das Kennenlernen.

2.3 Vorstellung des Unternehmens und der zu besetzenden Stelle

Hier geht es darum Dich und vor allem das Unternehmen für das du arbeitest richtig zu verkaufen und den Bewerber noch mehr davon zu überzeugen direkt anfangen zu wollen. Außerdem kannst und solltest du dem möglichen neuen Mitarbeiter im Detail erklären worin seine zukünftigen Aufgaben bestehen würden.

Wichtig ist, sich gerade bei sehr großen Unternehmen auf den Bewerber einzustellen und am besten vorher schon zu entscheiden was genau man ihm vom Unternehmen vorstellen möchte. Ein IT-Spezialist ist vielleicht weniger daran interessiert wie eine bestimmte Marketingstrategie zustande gekommen ist und wie sie abläuft.

Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit in dieser Phase ist, doch maperfelnchmal trotzdem einfach ignoriert wird ist Ehrlichkeit. Das Blaue vom Himmel herunter zu lügen bringt absolut gar nichts und früher oder später werden die Lügen aufgedeckt werden und es kann zu großen Diskussionen kommen. Deshalb gilt: „Ehrlichkeit hat ihren Preis. Im Endeffekt kommt sie aber doch billiger als die Lüge.“ (Wolfgang Reus)

Wieder auf unser Beispielbewerbungsgespräch bezogen haben wir für die dritte Phase der Vorstellung des Unternehmens und der zu besetzenden Stelle ca. 10 Minuten eingeplant.

2.4 Rückfragen

In dieser Phase des Bewerbungsgespräches kannst du die Zügel der Gesprächsleitung ein bisschen an den potenziellen Mitarbeiter abgeben und ihm die Möglichkeit überlassen eigene Fragen zu stellen. Gerade in den beiden vorangegangen Phasen können sich einige Fragen des Bewerbers angehäuft, die ihm unter den Nägeln brennen.

Natürlich kann es sein, dass Du alle möglichen Fragen bereits während deiner Vorstellung beantwortet hast, doch es ist immer hilfreich erstmal eine gewisse Bedenkzeit für den Bewerber einzuplanen, damit er sich Gedanken machen kann. Insbesondere wenn dann wirklich detaillierte und vielleicht sogar kritische Fragen gestellt werden solltest du nicht unfreundlich reagieren, sondern eher sie eher als Kompliment auffassen. Es zeigt, dass der Bewerber sich wirklich für die Stelle und das Unternehmen interessiert und er sich ausgiebig auf euer Gespräch vorbereitet hat.

Je nachdem wie viele Fragen und wie genau der Bewerber sie beantwortet haben möchte kann die vierte Phase des Gespräches zwischen einer Minute und vielleicht 15 bis 20 Minuten dauern. Wir haben versucht eine gesunde Mitte zu treffen und eine 10-minütige Rückfragezeit zur Verfügung gestellt.

2.5 Abschluss

Ganz am Ende des Bewerbungsgespräches kommt natürlich die Verabschiedung. Allein auf Wiedersehen zu sagen reicht aber nicht. Du solltest dem Bewerber auf jeden Fall den weiteren Verlauf erklären, ob er beispielsweise noch für weitere Gespräche eingeladen werden könnte oder ob andere Kandidaten sich noch vorstellen müssen.

Ein jedes Gespräch sollte auf jeden Fall mit einer Bedankung enden und einer freundlichen Verabschiedung. Bei unserem Beispiel reichen 10 Minuten definitiv aus, um alles weitere zu Besprechen und das Bewerbungsgespräch zu beenden.

Das eigentliche Gespräch ist jetzt vorbei, doch deine Arbeit eine Entscheidung zu treffen noch lange nicht. Jetzt geht es darum die gewonnen Erkenntnisse des Bewerbers auszuwerten und daraufhin zu entscheiden, ob er die offene Stelle angeboten bekommt oder nicht und vielleicht auch ein Begründung für die Absage.

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3. Was kommt in den Fragebogen?

Das Kennenlernen ist eine absolut essenzielle Phase des Bewerbungsgespräches und mit einem umfangreichen Fragenkatalog kannst du dir eine wirklich große Hilfe erstellen. Das unfassbar schöne und einfache daran ist auch, dass Du sobald der Fragenkatalog erstmal fertig ist, nur ganz selten wieder daran arbeiten oder ihn groß verändern musst. Im Arbeitgeberguide von ALPHAJUMP haben wir für dich eine Einteilung zusammengestellt und auch direkt einen Fragenkatalog bereitgestellt, den du dir in PDF Form herunterladen kannst.

3.1 Personenbezogen

Erstmal ist es wichtig dein Gegenüber persönlich ein bisschen besser kennenzulernen. Zwar hast du meistens schon einige Informationen aus den Unterlagen des Bewerbers bekommen, wie Name und auch verschiedene vorherige Qualifikationen oder Kompetenzen, doch wenn es von demjenigen selbst auch nochmal beschrieben wird kannst Du dir ein genaueres Bild machen. Schließlich können nicht alle Informationen über den Bewerber in seinen Unterlagen stehen.

Am Anfang kannst du das Bewerbungsgespräch auch wirklich sehr offen gestalten und den potenziellen Mitarbeiter einfach über sich erzählen lassen. Meist kannst du in dieser Phase schon sehr viel über den Bewerber und seine Eignung für die offene Stelle erkennen. Beispielsweise kannst du aus verschiedenen Hobbys mit oder auch ohne verantwortungsvolle Position erkennen, dass der Bewerber über eine ausgeprägte soziale Kompetenz verfügt oder auch schon Führungsverantwortung außerhalb des Jobs sammeln konnte.

Dieser Teil kann, wie die Begrüßung am Anfang auch, sehr locker gestaltet werden und du musst nicht direkt mit vielleicht bohrenden Fragen den Bewerber durchlöchern. Eine lockere Stimmung hilft die Nervosität des Bewerbers noch weiter abzubauen und legt einen guten Grundstein für das folgende Gespräch.

Mögliche personenbezogene Fragen für deinen Fragenkatalog:

  • Erzählen Sie uns/mir etwas über sich selbst.
  • Haben Sie Hobbies, die Ihnen beispielsweise unter der Woche – nachmittags oder abends wichtig sind?
  • Wie motivieren Sie sich?

3.2 Stärken und Schwächen

Natürlich hat ein einzelner Mensch nicht nur Stärken, die ihn besonders für die zu besetzende Stelle auszeichnet, sondern hat vielleicht auch die ein oder andere kleine Schwäche, die sich möglicherweise auf die Arbeit auswirkt. In diesem Fall liegt es an dir als verantwortlicher Personaler die Stärken, aber vor allem die Schwächen zu beurteilen, um in der Folge entscheiden zu können, ob der Bewerber wirklich geeignet ist.

In dieser Zeit kannst du auch, falls es die Stelle wirklich veranlasst, sogenannte Stressfragen an den Bewerber stellen. Mit solchen Fragen zielst Du darauf ab, den Bewerber aus der Reserve zu locken und somit beurteilen zu können, wie er in einer stressigen Situation reagiert. Wichtig ist nur den potenziellen Mitarbeiter nicht mit Stressfragen zu bombardieren. Eine bis zwei solcher Fragen sollten das Maximum sein, um erkennen zu können wie die Reaktion auf Stress aussieht.

Eigentlich erwartest du bei solchen Fragen nicht die absolut korrekte Antwort, sondern wartest ab wie die Reaktion ist. Oftmals geht es um Kreativität und sich in kurzer Zeit eine plausible Antwort einfallen zu lassen. Zwei solcher Stressfragen haben wir für dich hier bereitgestellt und falls du noch mehr darüber erfahren möchtest, dann lies dir doch unseren Artikel aus dem Arbeitgeberguide über Stressfragen durch.

Mögliche Stressfragen für deinen Fragenkatalog:

  • Wozu ist der Filz auf einem Tennisball gut?
  • Wie oft am Tag überlappen sich die Zeiger einer Uhr?

Aber wie schon gesagt Du solltest auf keinen Fall den Bewerber nur mit Stressfragen in eine Art Verhör drängen. Meistens hat das eine sehr negative Wirkung auf den weiteren Verlauf des Gespräches und davon profitierst sowohl Du, als auch dein Gegenüber nicht. Deshalb sind hier noch einige weitere stressfreie Fragen, mit denen du die Stärken und Schwächen des Bewerbers herausfinden kannst.

Mögliche Fragen für Stärken und Schwächen für deinen Fragenkatalog:

  • Worin liegen Ihre Stärken – welche drei Stärken zeichnen Sie aus?
  • Wie würden Ihre Freunde ihre Schwächen beschreiben?
  • Können Sie akzeptieren, wenn etwas schief geht?

3.3 Zukunft

Natürlich möchtest du langfristig einen geeigneten Bewerber für die offene Stelle finden und in einem Jahr nicht schon wieder neu nach fähigem Personal für diesen Arbeitsplatz suchen. Deshalb solltest Du deinen Blick auch ein wenig in die Zukunft werfen. Mit wenigen Fragen kannst du dir schnell ein Bild machen, ob der Bewerber wirklich auf längere Zeit bei deinem Unternehmen arbeiten möchte oder ob das nur eine kürzere Liaison werden könnte.

Mögliche zukunftsbezogene Fragen für deinen Fragenkatalog:

  • Welche Erwartungen stellen Sie an ihren Arbeitgeber – an uns – was würde Sie gerne in den nächsten 5 Jahren erreichen?
  • Wie sieht der ideale Aufgabenbereich für Sie aus – erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen, welche Aufgaben liegen ihnen gut, was machen Sie wirklich gerne?
  • Wie lange werden Sie, wenn wir Sie einstellen, bei uns arbeiten?

3.4 TEAM & Co.

In der heutigen Arbeitswelt kommt es vor allem auf die Zusammenarbeit mit anderen Kollegen, Abteilungen oder auch Firmen an. Niemand arbeitet ganz alleine in seinem Büro an bestimmten Projekten und versucht diese auf eigene Faust komplett fertigzustellen. Ohne eine gewisse Teamfähigkeit hat man es da meistens schwer.

Deshalb solltest du schon während des Bewerbungsgespräches den potenziellen Mitarbeiter daraufhin gezielte Fragen stellen. Teamfähigkeit kann durch verschiedenste Aktivitäten nachgewiesen und auch immer wieder gestärkt werden. Wenn der Bewerber zum Beispiel schon viele Jahre Fußball, Handball oder einfach einen anderen Teamsport betreibt, so ist das ein gutes Zeichen für ausgeprägte Teamfähigkeit.

Auch aus früheren Arbeitsverhältnissen kannst du etwas über die Teamfähigkeit des Bewerbers erfahren. Falls der potenzielle Mitarbeiter bereits in verschiedenen Projekten beteiligt war, kannst Du ihn einfach fragen, ob und wie ihm die Arbeit in einer vielleicht größeren Gruppe gefallen hat und ob er sich als funktionierendes Mitglied eines Teams sieht.

Mögliche Fragen für die Teamfähigkeit für deinen Fragenkatalog:

  • Haben Sie eine Idealvorstellung von Kollegen und von Vorgesetzten? Wenn Sie die beiden Typen backen können, welches Rezept würden Sie uns mitgeben?
  • Sind Sie bereit Überstunden zu machen?
  • Wie sind ihre Erfahrungen mit den bisherigen Kollegen und Vorgesetzten?

3.5 Jobvergangenheit und –gegenwart

Falls Du keinen unmittelbaren Absolventen einstellst, hat der potenzielle Bewerber mit Sicherheit bereits frühere Arbeitsstellen gehabt und gewisse praktische Erfahrung sammeln können. Das soll jetzt natürlich kein Grund sein keine Absolventen einzustellen, denn auch sie können wirklich gute Arbeit leisten und die offene Stelle perfekt besetzen. Wirklich positiv ist natürlich wenn ein Absolvent bereits durch verschiedene Praktika oder eine Stelle als Werkstudent bereites Erfahrung sammeln konnte.

Mit ein paar kleinen Fragen kannst du als möglicher neuer Arbeitgeber auch schon viel über die Jobvergangenheit und letzten Positionen des Bewerbers erfahren. Hier solltest du auch die essenzielle Frage der Gehaltsvorstellung stellen. Diese Frage kann in manchen Fällen ziemlich schnell eine Entscheidung herbeiführen, wenn zum Beispiel absolut unverhältnismäßige Gehaltsvorstellungen genannt werden.

Mögliche jobbezogene Fragen für deinen Fragenkatalog:

  • Warum haben Sie sich für diese Stelle beworben?
  • Was hat Ihnen an Ihrem letzten Job gefallen bzw. nicht gefallen?
  • Wie sind Ihre Gehaltsvorstellungen für unsere offene Stelle?

3.6 Zum eigenen Unternehmen

Ein Bewerbungsgespräch kann auch für Deine interne Qualitätssicherung einen gewissen Anreiz geben und mögliche Fehler oder Unstimmigkeiten aufdecken. Denn dir steht eine, bis jetzt, kostenlose Beurteilung deines Unternehmens offen.

Ein Bewerber der sich wirklich auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet, recherchiert im Vorhinein schon etwas über dein Unternehmen, deine Produkte oder Dienstleistungen und vielleicht sogar etwas über die aktuelle Situation auf dem Markt. Manchmal können solche Informationen von externen Betrachtern sehr viel mehr helfen, als man für möglich hält.

Mögliche unternehmensbezogene Fragen für deinen Fragenkatalog:

  • Wie ist Ihr erster Eindruck von unserem Unternehmen?
  • Wie ist Ihr Eindruck zu unserem Produkte/unserer Dienstleistung?
  • Welche Chancen und Risiken sehen Sie für unser Unternehmen?

3.7 Abschluss

Natürlich muss die zweite Phase in unserem Gesprächsleitfaden, das Kennenlernen, irgendwann mal ein Ende haben. Wie auch am Anfang kann es hier besonders hilfreich sein, sehr offene Fragen zum Abschluss zu stellen, damit der Bewerber nochmal wirklich seine Person vorstellen kann und warum er wirklich geeignet ist für die Stelle.

Mögliche Abschlussfragen für deinen Fragenkatalog:

  • Warum sollten wir Sie nehmen?
  • Warum sollten wie Sie nicht nehmen?

4. Der Fragenkatalog zum Download

Einen Überblick, was ein umfangreicher Fragenkatalog umfassen sollte mit passenden Erklärungen hast Du im ALPHAJUMP Arbeitgeberguide erhalten. Im Folgenden haben wir für Dich einen Fragenkatalog zusammengestellt, den du bei deinem nächsten selbstgeführten Bewerbungsgespräch verwenden kannst. Ganz einfach den Fragenkatalog herunterladen und in ein gut vorbereitetes Bewerbungsgespräch starten.

5. Was kommt in nicht den Fragenkatalog eines Bewerbungsgespräches?

Es gibt einige bestimmte Fragen oder auch größere Themenbereiche, von denen Du während des Bewerbungsgespräches am besten die Finger lassen solltest, unzulässige Fragen genannt. Solche No-Go-Fragen greifen in die individuelle Privatsphäre des Bewerbers ein und sollten deshalb nicht gestellt werden.

Solche No-Go-Fragen sind zum Beispiel zur Sexualität des Bewerbers, gewissen Vorstrafen, bestehenden Schwangerschaft oder auch Religionszugehörigkeit. Als potenzieller Arbeitgeber sollten dich diese persönlichen Aspekte deiner Mitarbeiter nicht interessieren und Du solltest offen mit der Individualität aller Menschen umgehen.

Natürlich gibt es in besonderen zu besetzenden Stellen gewisse Ausnahmen. Beispielsweise ist es bei einer Bewerbung für eine Stelle bei der Polizei nicht nur zulässig nach vorherigen Vorstrafen zu fragen, sondern auch zusätzlich gesetzlich geregelt. Andere Arbeitgeber, die also nicht in bestimmten sicherheitsrelevanten Branchen arbeiten, sollten auf jeden Fall von solchen Fragen absehen.

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6. Auswertung eines Bewerbungsgespräches

Du hast alle Kandidaten für die offene Stelle gründlich anhand deines Gesprächsleitfadens und Fragenkataloges interviewt und stehst jetzt vor der endgültigen Entscheidung, wem Du die Stelle anbieten möchtest und somit ins Unternehmen eingliederst. Dafür stehst du jetzt vor der Aufgabe die einzelnen Bewerbungsgespräche auszuwerten, eine Entscheidung zu treffen und den besten Kandidaten zu bestimmen.

Gerade hierbei können deine, während des Bewerbungsgespräches verfassten Notizen, sehr hilfreich sein, um die Bewerber miteinander vergleichen zu können. Es wird extrem schwierig werden alleine eine Entscheidung aus dem Gedächtnis heraus zu treffen, wenn du zehn, oder vielleicht sogar noch mehr, Bewerbungsgespräche für eine einzige Stelle geführt hast.

Die wichtigste Frage, die du beantworten sollten könntest ist: Passt der Bewerber auf die offene Stelle und auch ins Unternehmen? Auch wenn Du dir im ersten Moment erstmal unsicher bist, hast du die Möglichkeit einfach nach einem zweiten Bewerbungsgespräch zu fragen, um dir somit vielleicht ein noch besseres Bild vom Bewerber machen zu können. Auf jeden Fall gilt: Sei überzeugt von deiner Entscheidung!

Quellen:

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