Recruiting Video für Arbeitgeber Dein Ratgeber für das perfekte Recruiting Video

Die Welt ist stetig im Wandel und was gestern galt, kann morgen schon vollkommen veraltet sein. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass gerade Medien und insbesondere Videos immer mehr an Bedeutung gewinnen. Diese Entwicklung ist auch für die moderne Personalarbeit sehr interessant und wird im Recruiting mithilfe von Recruiting Videos angewandt.

Im ALPHAJUMP Arbeitgeberguide zeigen wir Dir, wie du ein aussagekräftiges und wirkungsvolles Recruiting Video produzieren kannst, das deine Personalarbeit auf den neuesten Stand bringt und dir eine weitere Möglichkeit bietet, die perfekten Bewerber für deine offenen Stellen zu finden.

So macht man ein Recruitingvideo
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 21.11.2018 | Aktualisiert am: 06.02.2019

Dein Unternehmen im Video richtig präsentieren

Das Internet ist in der heutigen Welt einfach nicht mehr wegzudenken und entwickelt sich stetig weiter. Vor 5 Jahren war das Nutzerverhalten definitiv nicht so wie es heute ist und in den nächsten 5 Jahren wird es sich wahrscheinlich wieder in eine ganz andere Richtung entwickelt haben. Gegenwärtig sind Videos und Filme zweifelsohne ein zentraler Punkt des Internets, der auch in der modernen Personalarbeit angekommen ist. Immer mehr Unternehmen entdecken bestimmte Recruiting Trends, wie das Video Recruiting, für sich und können damit Erfolge erzielen. Doch ohne ein gewisses Know-How können diese Videos auch schnell in die Hose gehen. Deshalb zeigen wir Dir im ALPHAJUMP Arbeitgeberguide, worauf du bei Recruiting Videos achten musst, damit daraus kein grausiger Trashfilm wird.

Du bist Personaler oder Arbeitgeber und möchtest, dass Top-Talente auf Dein Unternehmen aufmerksam werden? Du interessierst Dich für Innovationen bei der Personalsuche und dir ist eine persönliche Betreuung, Liebe zum Handwerk und Spezialisierung wichtig? Dann bist Du bei der Personal-Agentur ALPHAJUMP aus Koblenz goldrichtig. Weitere Informationen für Arbeitgeber gibt es hier: Personalsuche mit ALPHAJUMP.

1. Video Recruiting: Definition

Recruiting Video Klappe
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Recruiting Video Klappe

Die von Wikipedia veröffentlichte Definition des Video-Recruitings fasst die Intention der Recruiting Videos auf jeden Fall gut zusammen: „Video-Recruiting bezeichnet eine Form der Personalbeschaffung durch den Einsatz filmischer Mittel innerhalb elektronischer Medien und Personalsysteme. Ein effektives Video-Recruiting unterstützt das Personalwesen des rekrutierenden Unternehmens, um die Zahl der qualifizierten Bewerber zu erhöhen und biete dem Jobsuchenden größere Einblicke und Informationen zur offenen Stelle.“

Du versuchst also, den potentiellen Kandidaten und daraufhin deinen möglichen neuen Arbeitnehmern einen Einblick in dein Unternehmen und in ihren zukünftigen Arbeits- und Aufgabenbereich zu geben.

Mit den Recruiting Videos erreichst du vor allem eine bestimmte Zielgruppe: Schüler, Studenten, Absolventen und Young-Professionals. Kurz gesagt: Die Generation Z. Deshalb solltest Du versuchen, deine Recruiting Videos auch für diese besondere Zielgruppe zu konzipieren.

Gerade für die Bereiche des Social Media und Mobile Recruitings ist ein gut ausgearbeitetes Recruiting Video wirklich Gold wert. Videos gewinnen in der Social Media Welt immer mehr an Bedeutung und aktuelle Entwicklungen haben gezeigt, dass über 65 % aller Videoaufrufe auf mobilen Endgeräten erfolgen.

Die Idee hinter dem Video-Recruiting ist, das Employer Branding, also die Arbeitgebermarkenbildung, zu stärken. In einem Satz zusammengefasst heißt das: Du versuchst dein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber in den Köpfen der Arbeitnehmer zu etablieren. Weitere Informationen und Strategien zur Arbeitgebermarkenbildung findest du in unserem speziellen Artikel zum Employer Branding.

Kleine Informationen:

Wir haben in diesem Artikel darauf geachtet, viele Beispiele zu integrieren und dir so einen größeren Überblick über die möglichen Recruiting Videos zu geben.

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2. Ist Recruiting Video gleich Recruiting Video?

Die Personalabteilungen dieser Welt erkennen langsam aber sicher den wirklichen Mehrwert vom Video-Recruiting. Aber ist Recruiting Video gleich Recruiting Video? Wenn man eines gesehen oder konzipiert hat, hat man dann quasi schon „alle gesehen“ bzw. kann ein Konzept für alle gelten?

Kurz gesagt: Nein! Die Recruiting Videos leben vor allem von Individualität, und der Abwechslung. Du solltest versuchen den charakteristischen „unique selling point“ für dein Unternehmen herauszufinden und zu betonen.

Kurze Exkursion: „unique selling point“

Der „unique selling point“ (kurz USP) stammt aus den Bereichen des Marketings und der Verkaufspsychologie. Übersetzt wird dieses Merkmal meist mit ‚Alleinstellungsmerkmal‘. Dieses bestimmte Merkmal hebt dein Unternehmen besonders aus der Wettbewerbsgruppe hervor und somit stichst du besonders ins Auge.

In den folgenden Abschnitten haben drei bestimmte Typen des Video-Recruitings vorgestellt und natürlich auch jeweils ein wirklich gelungenes Beispiel hinzugefügt.

2.1 Recruiting Video

Ein Recruiting Video, das sich wirklich viral verbreitet hat und sogar im Fernsehen abgespielt wurde, stammt von der norddeutschen Glaserei Sterz. In diesem Video versucht der Glasermeister zwei Auszubildende für sein Unternehmen zu finden.

Allein auf Facebook hat dieses Recruiting Video rund 4 Millionen Aufrufe, hat über 75.000 Likes und wurde fast 34.000 Mal geteilt. Und das Ende vom Lied ist, dass die Glaserei so viele Bewerbungen erhalten hat nach diesem Video, dass sie sogar drei passende Azubis einstellen konnten.

Ganz intuitiv hat der Glasermeister aus Niedersachsen zwei der wirklich zentralsten Punkte des Video-Recruitings beherzigt und konnte so ein wirklich ausgezeichnetes Recruiting Video produzieren. Die Rede ist von der überzeugenden Authentizität und einem überraschenden Einstieg.

Die zerbrechende Glasscheibe zu Beginn des Videos ist, in gewisser Weise, ein Cliffhanger, der das Interesse der Zuschauer weckt und sie davon abhält, direkt weiter zu klicken. Der urige nordische Akzent und die fast skurrile Bommelmütze zeugen von wirklicher Authentizität.

2.2 Imagefilm des Unternehmens

Eine weitere Form des Video-Recruitings konzentriert sich nicht auf wenige bestimmte oder sogar nur eine spezielle zu besetzende Stelle, sondern versucht das Unternehmen insgesamt zu präsentieren und besonders hervorzuheben.

Recruiting Videos, die mit der Hintergrundidee eines Imagefilms des Unternehmens gedreht werden, sollten sich besonders auf die Unternehmensstruktur und der individuellen Unternehmenspolitik konzentrieren.

Ein wirklich gelungenes Beispiel für einen solchen Imagefilm des Unternehmens stammt von dem deutschen Versicherungs- und Finanzdienstleister HUK-COBURG.

Die Idee hinter diesem Imagevideo ist, gegen die Vorurteile der Arbeit in der Versicherungs- bzw. Finanzdienstbranche anzugehen. Häufig (und eigentlich zu Unrecht) wird diese Arbeit nämlich als langweilig und eintönig betrachtet. Weswegen die HUK-COBURG sich dafür entschieden hat Geld in einen, wahrscheinlich nicht wirklich billigen, Imagefilm zu investieren.

Der Ansatz, verglichen mit dem Video der Glaserei Sterz, ist ein komplett Anderer. Im Vordergrund steht die Arbeitsphilosophie der Versicherung, die in diesem Film dem Zuschauer vermitteln möchte, wie modern, offen und abwechslungsreich das Unternehmen aufgebaut ist.

Sie versuchen dies vor allem mit einer gewissen Lockerheit und Witz zu übermitteln. So wird zum Beispiel besonders mit der Stimme des Erzählers „gespielt“. Erkennen kann man das zum Beispiel in der Sequenz, die auf die Größe des Konzernes anspielen soll. So wird mit einem fast enttäuschten Tonfall von den vielen Treppen und den „wirklich sehr vielen Fluren“ berichtet.

2.3 Imagefilm des Berufes

Die letzte spezielle Form eines Recruitingvideos bezieht sich nicht auf eine bestimmte Stellenanzeige oder auf dein Unternehmen, sondern wirbt meist allgemein für eine bestimmte eine Berufsgruppe. Der Imagefilm des Berufes soll diese Jobs, meist bei jüngeren Leuten, attraktiver darstellen.

Es geht also nicht darum, direkt eine bestimmte offene Stelle zu besetzen, sondern eher die Arbeitssuchenden auf diese Jobs und diese Jobs aufmerksam zu machen und so indirekt Bewerber für zu besetzende Stellen zu finden. Imagefilme des Berufes werden also nicht direkt für ein Unternehmen gefilmt, sondern für ganze Innungen zum Beispiel.

Deshalb werden solche Recruitingvideos selten von Unternehmen gedreht, sondern eher direkt von de Berufsgruppen. So haben wir hier ein Beispiel herausgesucht für einen Imagefilm des Berufes, der von den Deutschen Innungsbäckern gedreht wurde, der für das Bäckerhandwerk werben soll.

Sie versuchen den Beruf des Bäckers und auch des Bäckereifachverkäufers attraktiv darzustellen und so für die gesamte Innung neue Bewerber zu gewinnen.

Verglichen mit den beiden vorangegangenen Beispielen, ähnelt das Video der deutschen Innungsbäcker vom Aufbau und auch der Produktion eher dem der HUK-COBURG. Es wurde professionell gefilmt und gerade die Tonqualität ist hier entscheidend, da alle Informationen gesungen werden.

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3. Fokus eines Recruiting Videos

Eine Möglichkeit der Klassifizierung haben wir jetzt bereits durchgenommen, doch kann man im Video Recruiting auch einen anderen Ansatz betrachten. Wo liegt der Fokus? Oder anders gesagt: Was möchte ich hervorheben und wie soll das gemacht werden?

Wie auch vorhin haben wir für Dich drei mögliche Punkte herausgesucht, auf die sich Recruiting Videos fokussieren können und jeweils ein ansprechendes und gut gelungenes Beispiel hinzugefügt. Je nachdem was für ein Zweck dein Recruiting Video erfüllen soll, solltest Du auch deinen Fokus individuell setzen.

Diese Fokusse werden auch meistens mit den unterschiedlichen Intentionen aus Punkt 2 in Verbindung gebracht. So setzt ein klassisches Recruiting Video einen anderen Fokus als ein Imagefilm des Berufes.

3.1 Der Mensch im Fokus

Menschen wollen Menschen sehen! Dieses Statement hat sich gerade im Video Recruiting wirklich gezeigt und wer könnte besser für dein Unternehmen werben, als ein Mitarbeiter, der vielleicht schon über einen längeren Zeitraum für dein Unternehmen arbeitet und wirklich glücklich ist mit dir als Arbeitgeber?

Dadurch gewinnt dein Recruiting Video nicht nur an Authentizität, sondern Du bindest deine Arbeitnehmer direkt in den Recruiting Prozess ein und stärkst die Unternehmensidentifikation, also die Bindung vom Arbeitnehmer zum Unternehmen.

Häufig wird bei einem „klassischen“ Recruiting Video, in dem ein Bewerber für eine spezielle Stelle gesucht wird, der Mensch in den Fokus gesetzt. Hierbei wird ein meist Mitarbeiter ausgewählt, der sich in einer solchen Ausbildung befindet oder diesen Job schon ausführt und aus seinen individuellen Erfahrungen berichtet.

Gerade bei wirklich großen Konzernen werden gerne Recruiting Videos produziert, die den Werdegang von bestimmten Mitarbeitern hervorhebt und so den Menschen in den Fokus setzt. Dadurch können auch Großkonzerne einen nahbaren und bodenständigen Eindruck machen, denn mit einem Gesicht kann man sich als Arbeitssuchender häufig schneller anfreunden als mit einem Logo oder Slogan.

Gerade bei wirklich großen Konzernen werden gerne Recruiting Videos produziert, die den Werdegang von bestimmten Mitarbeitern hervorhebt und so den Menschen in den Fokus setzt. Dadurch können auch Großkonzerne einen nahbaren und bodenständigen Eindruck machen, denn mit einem Gesicht kann man sich als Arbeitssuchender häufig schneller anfreunden als mit einem Logo oder Slogan.

Ihre Wahl ist auf zwei Mitarbeiter gefallen, die im Rahmen eines dualen Studiums bei ALDI Süd arbeiten. So wird dem deutschlandweit bekannten Discounter ein lächelndes Gesicht verliehen, mit dem potentielle Bewerber definitiv mehr anfangen können, als mit trockenen Video, das die Möglichkeiten einer dualen Ausbildung bei ALDI lobt.

3.2 Das Unternehmen im Fokus

Der zweite mögliche Fokus, der im Video Recruiting gesetzt werden kann, liegt auf dem Unternehmen selbst. Wie auch schon beim Imagefilm des Unternehmens steht deine Firma im absoluten Mittelpunkt bei dieser Form eines Recruiting Videos.

Wenn das Unternehmen im Fokus stehen soll wird daraus meistens nur eine Form des Video Recruitings: Der Imagefilm des Unternehmens. Schließlich ist das Ziel eines solchen Recruiting Videos für dein Unternehmen zu werben und wenn es dann nicht im Fokus steht wird es vielleicht sein Ziel verfehlen.

Das Ziel ist, den möglichen Kandidaten für deine offenen Stellen einen kleinen Einblick in dein Unternehmen zu ermöglichen und dich ins richtige Licht zu rücken. Gerade hier solltest du auch auf deinen USP achten und diesen besonders betonen.

Unser Beispiel für ein gelungenes, unternehmensfokussiertes Recruiting Video stammt von dem weltweit agierenden Versicherungskonzern Allianz. In diesem Video versuchen sie sich von anderen großen Versicherern besonders abzuheben und listen hierfür einige Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens auf.

Unter anderem betonen sie, ein Unternehmen der 100 Berufe zu sein und wollen so zeigen, wie vielseitig doch ihre Arbeit ist und, dass fast jeder einen passenden Job im Unternehmen finden kann. Außerdem weisen sie nochmals darauf hin, mit zu den wichtigsten Versicherungen der Welt zu gehören, indem sie hervorheben, einer der weltweit führenden Versicherer in der Raumfahrt zu sein.

Außerdem erklären sie in dem Video nicht nur für große Projekte die Versicherung zu stellen (im Video wird der Gotthard-Basistunnel genannt), sondern auch im Bereich der Mikrofinanzen Landwirte in Afrika und Asien mit ihrer Arbeit unterstützen. So wird auch nochmals die sozioökologische Einstellung des Unternehmens ins Licht gerückt.

3.3 Die Arbeit im Fokus

Den letzten möglichen Fokus für ein Recruiting Video besteht auf der eigentlichen Arbeit in diesem Beruf, oder sogar in diesem Bereich. Es geht also meist nicht nur darum, für einen Job oder ein Unternehmen zu werben und diese beiden Fokusse zu wählen, sondern es geht um die Werbung für den Beruf bzw. Berufszweig allgemein.

Aus diesem Grund wird der Fokus auf die Arbeit selbst meist in den Imagefilmen des Berufes gewählt. Schließlich ist der Sinn hinter diesen Recruiting Videos den gesamten Berufsstand zu bewerben und deshalb muss auch der Fokus darauf gelegt werden.

Aus diesem Grund wird der Fokus auf die Arbeit selbst meist in den Imagefilmen des Berufes gewählt. Schließlich ist der Sinn hinter diesen Recruiting Videos den gesamten Berufsstand zu bewerben und deshalb muss auch der Fokus darauf gelegt werden.

So sieht man die verschiedensten Jobs, die die Polizei ermöglicht. Vom Dienst im Streifenwagen oder Polizeimotorrad, über die verantwortliche Arbeit im Polizeipräsidium, bis hin zu wirklichen Spezialisten wie Helikopterpiloten und Berufstauchern. Die Möglichkeiten stehen also im Vordergrund.

Auffallend ist auch, dass viele Frauen in dem Recruiting Video gezeigt werden. So versucht die Polizei des Freistaats Sachsen die Frauenquote zu steigern. Gerade in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Polizei insgesamt eine steigende Einstellungszahl vermerken kann, doch er Anteil von ausgebildeten Polizistinnen nicht nur stagniert, sondern auch sinkt.

Ein solches Imagevideo des Berufes mit dem Fokus auf die Arbeit selbst, ist eine ausgezeichnete Möglichkeit diesen Missstand zu bekämpfen und junge Frauen zu motivieren, sich für eine Karriere bei der Polizei zu interessieren und natürlich auch bewerben.

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4. Die Produktion eines Recruiting Videos

Du hast Dich also entschieden für eine zu besetzende Stelle, dein Unternehmen oder sogar allgemeine für den Berufszweig ein Recruiting Video zu drehen und weißt auch schon wo Dein individueller Fokus im Video liegen soll? Dann kommt jetzt die große und aufwändige Arbeit dieses Video auch zu produzieren.

Die Frage ist jetzt: Wie viel wird der Spaß denn kosten? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Es kommt ganz drauf an! Die Preisspanne reicht wirklich von wenigen hundert Euro (wenn überhaupt) bis zu mehreren tausend oder sogar zehntausend Euro in besonders aufwändigen Produktionen.

Die Frage ist immer, wie viel Budget dir zur Verfügung steht und welchen Zweck das Video erfüllen soll. Großkonzerne wie die Allianz oder HUK-COBURG haben natürlich ganz andere Möglichkeiten verglichen mit zum Beispiel der kleinen Glaserei Sterz. Doch gerade das Recruiting Video des norddeutschen Handwerkers hat gezeigt, dass man auch mit wirklich kleinem Budget große Aufmerksamkeit erreichen kann.

4.1 Vorbereitung

Am Anfang steht natürlich eines im Vordergrund: Die Planung und Vorbereitung des Recruiting Videos. Damit meinen wir aber nicht zu entscheiden, welcher Typ oder Fokus im Recruiting-Video gezeigt werden soll, sondern die wirkliche Produktionsvorbereitung.

Anfangen muss es natürlich mit einer gewissen Idee, die auf die aktuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Was möchte ich denn mit meinem Video Recruiting erreichen und wie verwirkliche ich dieses Ziel bestmöglich? Was möchte ich eigentlich zeigen? Solche Fragen solltest du dir am besten genau überlegen und eine detaillierte Antwort erarbeiten, denn ansonsten kann die Produktion schnell im Chaos enden.

Hierzu gehört auch, sich um mögliche „Schauspieler“ und deren „Skript“ zu kümmern. Häufig kommen Mitarbeiter zu Wort, die das Unternehmen vorstellen und über den zukünftigen Arbeitsplatz des Bewerbers berichten. Wichtig ist nur, dass sie nicht einfach einen auswendig gelernten Text vortragen. So verlierst Du sehr schnell an Authentizität und es wirkt gezwungen.

Außerdem ist es wichtig, sie vorher frühzeitig anzufragen, ob sie dazu bereit wären. Nicht jeder möchte sein Gesicht und seinen Namen im Internet veröffentlicht wissen und das muss selbstverständlich respektiert werden.

4.2 Drehen

Nachdem Du deine Idee ausgearbeitet hast und einen Ablaufplan erstellt hast, kann’s eigentlich losgehen. Aber nur eigentlich, denn vorher sind noch weitere wichtige Aspekte zu organisieren und klären.

Abhängig vom Budget beantwortet sich eine Frage relativ schnell: Beauftrage ich ein spezialisiertes Unternehmen für den Dreh oder übernehme ich das? Ein Spezialist für Videoproduktionen kann mein Recruiting Video höchstwahrscheinlich direkt auf ein anderes Leven heben, doch will er auch meist gut bezahlt werden. Wirklich notwendig ist das nicht, solange man einen detaillierten und schlagfertigen Plan ausgearbeitet hat und über Grundkenntnisse des Filmens verfügt.

Eine eher banale aber trotzdem wirklich entscheidende Frage stellt sich dann beim eigentlichen Dreh: Hochformat oder doch lieber quer? Auch hier ist diese Antwort abhängig von einer weiteren Frage, die vorher zu beantworten ist. Soll das Video eher am Computer oder auf dem Smartphone geschaut werden? Querformat bietet sich eher für Videos an die auf dem PC geschaut werden sollen, wohingegen hochkant produzierte Videos sich eher für das Mobile Recruiting eignen.

4.3 Schneiden

Die letzten Takes, wie es in der Filmsprache so schön heißt, sind im Kasten und das Recruiting Video ist fertig? Nicht wirklich, denn jetzt kommt der meist langwierige Teil des Schneidens. Eine von dir engagierte Firma übernimmt das selbstverständlich, doch wenn dein Budget keinen Spezialisten erlaubt hat, dann ist das auch ein Teil deiner Aufgaben.

Dank einfachen Tools ist das Schneiden eines kurzen Recruiting Videos auch nicht mehr so kompliziert, wie man meinen könnte. Beachten sollte man nur, dass gute Recruitingvideos potenzielle Bewerber wirklich packen müssen. Dafür hilft ein Cliffhanger.

Cliffhanger:

Studien haben bewiesen, dass Zuschauer innerhalb der ersten zwei Sekunden entscheiden, ob sie das Video weiterschauen möchten oder mit einem einfachen Wisch abbrechen wollen. Um das Interesse des Publikums zu wecken muss in diesen zwei Sekunden also etwas wirklich Unerwartetes passieren, damit der potentielle Bewerber interessiert bleibt und nicht abspringt.

4.4 Veröffentlichen

Endlich ist das Video fertig gefilmt und geschnitten und jetzt soll es am besten so schnell wie möglich das World Wide Web erobern! Also schnell hochladen und auf den Erfolg warten? Kann funktionieren, muss aber nicht, denn ein oftmals vernachlässigter Faktor ist der Zeitraum der Veröffentlichung.

Die gesammelten Erfahrungen zeigen, dass es gute und schlechte Zeiträume für die Veröffentlichung von Recruiting Videos und auch allgemeinen Inhalten gibt über das Jahr. Während den Sommermonaten läuft man Gefahr im sogenannten Sommerloch zu enden. Die Anzahl der Social Media Nutzer ist im Sommer wesentlich geringer, denn die Menschen genießen lieber die Sonne als mit ihren Nasen vor den Bildschirmen zu kleben.

Auch während der Klausurphasen hat es sich gezeigt, dass die Nutzung der sozialen Netzwerke sinkt. Wenn du zu diesen Zeitpunkten dein Recruiting Video veröffentlichst, kann es sein, dass wesentlich weniger User dein Video sehen.

Der mit Abstand schlechteste Zeitpunkt für eine Veröffentlichung ist in den Sommermonaten, wenn gleichzeitig ein Großevent wie beispielsweise eine Fußballweltmeisterschaft stattfindet. In diesen Zeiträumen sind die Nutzerzahlen der sozialen Netzwerke nämlich auf ihrem Minimum.

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5. Unsere 8 Key Takeaways

In diesem Abschnitt unseres Artikels über das Video Recruiting versuchen wir die wirklich allerwichtigsten Fakten nochmal kurz aufzugreifen, die im Verlauf dieser Seite erwähnt und tiefergehend erklärt worden sind. Damit dir ein wirklich überzeugendes und weitreichendes Recruiting Video gelingt solltest Du diese 8 Key Takeaways definitiv integrieren.

Recruiting Videos Key Takeaways
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Recruiting Videos Key Takeaways
8 Key Takeaways:
  1. Typ des Recruiting Videos festlegen
  2. Fokus konkret setzen
  3. USP finden und betonen
  4. Überraschenden Anfang finden (Cliffhanger)
  5. Authentizität
  6. Lockerheit und Witz
  7. Optimierung für Desktop und Mobile
  8. Veröffentlichungszeitpunkt richtig wählen


Quellen und weiterführende Links:

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