Start-Up als Arbeitgeber Wissenswertes für Bewerber

Du träumst davon, einmal in einem Start-Up zu arbeiten? Du möchtest mit dem Unternehmen wachsen und ein richtiges Allroundtalent werden? ALPHAJUMP hat alle Vorteile, Nachteile und Tipps über das Arbeiten im Start-Up zusammengefasst. So kannst du herausfinden, ob ein Start-Up wirklich zu dir passt.
Start-Up als Arbeitgeber
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 17.07.2017 | Aktualisiert am: 24.06.2019

Arbeitgeber Start-Up

Die Definition von einem Start-Up Unternehmen lautet laut dem Gabler Lexikon wie folgt: „junge, noch nicht etablierte Unternehmen, die zur Verwirklichung einer innovativen Geschäftsidee (häufig in den Bereichen Electronic Business, Kommunikationstechnologie oder Life Sciences) mit geringem Startkapital gegründet werden[.]“

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1. Jung und erfolgreich - Die Start-Ups als Arbeitgeber

Die meisten Studenten zieht es nach dem Abschluss an der Uni oder Hochschule in die Großstadt zu den erfolgreichsten Unternehmen Deutschlands. Dort verspricht man sich vor allem einen sicheren Arbeitsplatz, ausgereifte Förderungsprogramme und vor allem ein super Einstiegsgehalt. Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die etwas mit aufbauen möchten, entwickeln wollen und ihre persönlichen Ideen einfließen lassen wollen – auf sie wartet der Berufseinstieg in einem Start-Up. Startups bieten im besten Fall ein kleines, kreatives Team, man spielt in der Mittagspause FIFA und zieht abends noch gemeinsam um die Häuser. Einen besseren Arbeitgeber können sich viele junge Menschen gar nicht vorstellen!

1.1 Karrieretypen

Umfragen bestätigen, dass über 70% der Deutschen Ziele in ihrem Job verfolgen, um die Karriere anzukurbeln. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder darauf abzielt, Manager zu werden. Die Frage ist doch: Was erwartet man von seinem Job und was ist man selbst bereit, dafür zu tun?

  • Bist du bereit, für deine Karriere auf deinen Urlaub zu verzichten?

  • Welche Kriterien sind dir im Job wichtig (Eigenverantwortlichkeit, Kreativität, Weiterbildungsmöglichkeiten etc.)?

  • Bist du bereit, für deine Karriere Überstunden zu machen?

  • Was steht in deinem Leben an erster Stelle?

  • Welche Gehaltsvorstellungen hast du?

Wenn man diese Fragen einmal offen und ehrlich für sich selbst beantwortet, kommt man dem richtigen Karriereweg einen ganzen Schritt näher. Darüber hinaus spielen natürlich auch noch andere Faktoren eine wichtige Rolle. Belastbarkeit, Durchsetzungsvermögen, Kritikfähigkeit und Selbstdisziplin sind in vielen Bereichen wichtige Voraussetzungen und Skills, um seine Karriere voranzutreiben. Daraus ergeben sich verschiedene Karrieretypen, die besser in ein Start-Up passen oder in ein Großunternehmen.

Was genau ein Start-Up ist wird dir im folgenden Video gezeigt:

Und für erfolgreiche Start-Ups gibt es genug Beispiele. Spätestens nach dem Film The Social Network ist jedem klar, dass Facebook als kleines, chaotisches Start-Up begann. Inzwischen ist Facebook ein Multi-Milliarden Unternehmen und Marc Zuckerberg einer der reichsten Menschen der Welt. Von so einer beruflichen Laufbahn innerhalb eines Jahrzehnt träumen viele und das Beispiel zeigt, dass es theoretisch möglich ist. Aber auch Unternehmen wie Zalando oder Home24 zeigen, dass man mit der richtigen Idee ein junges und erfolgreiches Unternehmen gründen kann und zum Top Arbeitgeber werden.

Die bekannten Beispiele zeigen, dass vor allem in der Internetbranche Platz für innovative Ideen ist.

Jedoch gibt es neben dem Spaß, den lockeren Arbeitsverhältnissen und dem innovativen Arbeitsumfeld auch einige Risiken, mit denen man sich vor dem Bewerbungsprozess auseinandersetzen sollte.

2. Der Arbeitsalltag im Start-Up

Zunächst einmal bedeutet Start-Up, dass es sich um ein Unternehmen handelt, dass sich in der ersten Phase des Lebenszyklus eines Unternehmens befindet. Dementsprechend gibt es meistens noch keine festen Strukturen und Abteilungen. Am häufigsten finden Arbeitnehmer im Start-Up einen Job im Bereich Vertrieb oder Marketing. Aber auch hier sind die Aufgabenbereiche oft nicht klar definiert und jeder packt dort mit an, wo man gerade benötigt wird. Die Arbeit in einem Startup bildet also Allrounder aus!

Der Vorteil an diesen fehlenden Strukturen ist, dass man in kürzester Zeit sehr viel lernen kann und in den verschiedensten Bereichen seine Ideen einbringen darf . Dies wird durch flache Hierarchien und meist sehr kurze Entscheidungswege gefördert. Darüber hinaus befinden sich die Mitarbeiter oft in einem ähnlichen Alter und die Chancen, dass aus Kollegen auch Freunde werden, liegen demensprechend höher. Die Begriffe Hands-on-Mentalität und Teamplayer sollte jeder Mitarbeiter verinnerlicht haben und sich darin wiederfinden können. Der Arbeitsalltag fordert vor allem Selbständigkeit und ein hohes Maß an Motivation, da die Arbeitsabläufe neu sind und man keine Einarbeitungsphase erhält, wie man sie in einem größeren Unternehmen erwarten würde. Im Gegenzug sammelt man viele neue Erfahrungen, entwickelt sich zu einem Allround-Talent und erhält so tiefe Einblicke in ein Unternehmen, wie man es voraussichtlich nie wieder tut.

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3. Risikofaktoren im Start-Up

Das erste Risiko, welches zugleich auch das Größte ist, ist das Scheitern des Start-Up Unternehmen. Im Gegensatz zu großen Unternehmen befindet sich das Start-Up noch in den Kinderschuhen und muss sich erst noch auf dem Markt etablieren. Umso jünger das Unternehmen ist, umso größer ist die Gefahr, dass das Unternehmen sich nicht dauerhaft bewähren kann.

Scheitert das Unternehmen, ist deine Karriere in dem Unternehmen ebenfalls vorbei. Ein weitaus kleineres Problem, welches jedoch ebenso frustrierend sein kann, ist ein oft chaotischer Arbeitsalltag in jungen Unternehmen. Verschiedene Aufgaben können unvorhergesehen anfallen und müssen schleunigst erledigt werden, das heißt zugleich, dass man nicht mit einem klassischen nine-to-five-job rechnen kann. Ein weiterer Faktor kann das Gehalt sein.

Die meisten Start-Ups werden aus den privaten Taschen und Ersparnissen finanziert. Die Gehälter können dann auch mal niedriger ausfallen und man muss mit unregelmäßigen Gehältern rechnen bis sich die Firma stabilisiert und Fuß gefasst hat.

Wenn man sich allerdings mit diesen Risikofaktoren anfreunden kann, ist das Arbeiten in einem Start-Up eine außergewöhnliche Erfahrung, die man später im Leben meistens nicht mehr bekommt.

Bei der Frage, welcher Karrieretyp man ist, sollte man unbedingt abwägen, welche Faktoren im Vordergrund stehen. Ist es eher das Geld, das einen Arbeitgeber attraktiv macht? Sind es die Weiterbildungsmöglichkeiten oder doch das abwechslungsreiche Aufgabengebiet? Wenn man sich diese Fragen selbst ehrlich beantwortet, dann weiß man, ob man Spaß an der Arbeit im Start-Up hat oder doch eher in einen Konzern besser passt.

Chancen und Risiken in einem Startup:

Chancen Risiken
Junge Kollegen Kein sicherer Arbeitsplatz
Kreativität Keine Sonderleistungen
Entscheidungsfreiheit Schlechteres Einstiegsgehalt
Steile Lernkurve Schlechtere Arbeitszeiten
Ansehen Keine finanzierten Fortbildungen

4. Wie läuft die Bewerbung im Start-Up Unternehmen ab?

Wenn du dich bei einem Start-up unternehmen bewerben willst sollte dir klar sein, dass die Bewerbung ein wenig anders abläuft als in großen Konzerne.

Start Up Aufenthaltsraum mit Motto: Ideas Start Here
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Motto eines Start-Ups
  • Da das Team oftmals klein und familiär ist wird auch großen Wert darauf gelegt, ob du gut ins Team passen würdest. Deine Persönlichkeit rückt in den Vordergrund und deine Noten können dann schon auch mal an zweiter Stelle geraten.
  • In der Regel wirst du nicht so lang auf eine Antwort warten müssen, wie bei größeren Unternehmen.
  • Stell dich darauf ein, dass die Unternehmenskultur etwas lockerer gehalten wird und die Ansprache bereits beim Vorstellungsgespräch per Du läuft.
  • Zeige schon in deiner Bewerbung Motivation und Eigeninitiative und auch, dass du Selbstständig arbeiten kannst. In einem Start-Up Unternehmen wird dein Aufgabengebiet höchst wahrscheinlich sehr breit gefächert sein. Dadurch hast du die Möglichkeit an den Verschiedensten Stellen im Unternehmen zu arbeiten und neue Sachen zu lernen.

5. Alternativen und worauf es wirklich ankommt

Die hier genannten Fakten sind sicherlich wichtig, um zu entscheiden, worauf man selbst besonderen Wert legt oder worauf man nicht verzichten möchte. Euch sollte allerdings klar sein, dass es auch noch eine breite Spanne zwischen Start-Ups und Global Playern gibt. Diese Spanne nennt sich mittelständische Unternehmen. Zu den mittelständischen Unternehmen zählen alle Unternehmen, die zwischen 10 und 500 Mitarbeiter haben und einen Umsatz von 1 bis 50 Millionen Euro jährlich. Mit welchen Vor- und Nachteilen hier zu rechnen ist, kommt ganz auf das Unternehmen an. Sicherlich sind die Entscheidungswege kürzer als in einem Konzern und die Aufgabenbereiche meistens vielfältiger. Das Gehalt kann in mittelständischen Unternehmen sehr variieren und es spielt sicherlich auch eine große Rolle, für welche Tätigkeiten ihr euch bewerbt, beziehungsweise, welchen Studiengang man absolviert hat.

Die Studienzeit soll vor allem dazu dienen, sein Wissen und seine Fähigkeiten in ausgewählten Bereichen zu vertiefen. Daneben soll natürlich auch niemals der Spaß am Studieren zu kurz kommen. Wer dann immer noch Zeit hat, dem empfehle ich, als Praktikant oder Werkstudent in verschiedene Unternehmen reinzuschnuppern und seine ersten Erfahrungen in der Arbeitswelt zu machen. Nur so könnt ihr herausfinden, welcher Weg für euch der Beste ist uns was euch im Job glücklich macht.

Übrigens:Deutsche Start-Up Unternehmen suchen immer neue Mitarbeiter. In den Letzen Jahren haben sich Startup als Arbeitgeber etabliert. Auf der Seite von Deutsche Start-Ups findest du, die beliebtesten Arbeitgeber unter den Start-Ups bei Young Professional und viele weitere Infos zu Start-Up Unternehmen.

Quellen:

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