Welche Aufgaben hat die Logistik? Alles rund um die Logistik

Was macht die Logistik? Welche Aufgaben hat die Logistik? In der Logistik gibt es verschiedene Aufgabenbereiche. Wir schreiben über die Ziele der Logistik und die Teilbereiche der Logistik. Du findest alle Informationen zu den Aufgaben der Logistik und die wichtigsten Fakten zu dem Gehalt für Logistiker.

Aufgaben Logistik
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 06.08.2018

Was ist Logistik – einfach erklärt

Du fragst dich: Was bedeutet Logistik? Wir haben mit diesem Artikel die wichtigsten Daten und Fakten zur Logistik zusammengefasst.

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1. Logistik: Definition

Was macht die Logistik? Die Logistik betrifft heutzutage jeden von uns, sei es, wenn wir im regionalen Supermarkt warme Brötchen kaufen oder online ganz bequem von zu Hause, neue Produkte aus dem internationalen Markt bestellen. Überall sind logistische Prozesse im Gang.

Die Aufgaben der Logistik umfassen die Planung, Durchführung, Koordination und die Kontrolle der Güterflüsse, die dazu benötigten Informationen vom Entstehungs- bis hin zum Verbrauchspunkt.

Aufgaben - Berufsbild Supply Chain Manager
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Aufgaben - Berufsbild Supply Chain Manager

Die Logistik „sichert auch die Verfügbarkeit des Gutes in der entsprechenden benötigten Menge, am richtigen Ort, im richtigen Zustand, zum richtigen Zeitpunkt, für den richtigen Kunden sowie zu den richtigen Kosten“.

Einer von den bekanntesten und marktführenden „Logistik Spezialisten“ auf dem internationalen Markt, ist der Online-Versandhändler Amazon. Der hat wie kaum ein anderer Onlinehändler verstanden, sich an die immer höheren Erwartungen der Kunden und an die Schnelllebigkeit der Gesellschaft anzupassen. Er entwickelt stetig neue Strategien und erschwert damit seinen Konkurrenten das Aufholen des stetig wachsenden Vorsprungs.

Wichtig ist zu verstehen, dass die Teilgebiete der Logistik alle eng miteinander verflochten sind. Nur wenn alle vier Gebiete koordiniert werden und wie ein Zahnrad gemeinsam arbeiten, ohne das Große und Ganze aus dem Auge zu verlieren, nur dann trägt die Logistik zu einem wirklichen Erfolg des Unternehmens bei und kann auch aus Ökologischer Sicht zu einem Umweltfreundlicheren Fortschritt führen.

Die vier untergliederten Teilgebiete der Logistik sind:

1.1 Beschaffungslogistik

Kurzfassung: befasst sich mit der zeitgerechten und optimalen Beschaffung und Zulieferung von den benötigten Gütern. Stichwort: Inbound-Logistik Um national und/oder international wettbewerbsfähig zu bestehen und mit den Produkten einen Mehrwert zu erschaffen, ist es besonders wichtig, bereits beim Einkauf die optimierten Potenziale voll auszunutzen. Die Spezialisten der Beschaffungslogistik befassen sich mit den wichtigen Elementen der Versorgung: des Bestellens/ Einkaufs, Abrufens, Transportierens sowohl des Lagerns als auch des Bereitstellens.

Ziele der Beschaffungslogistik sind:

  1. Versorgungssicherheit durch geeignete Lieferanten, hohe Transparenz und Dispositionsqualität
  2. Günstige Einkaufspreise durch z.B. Mehrquellenbeschaffung (mehrere Anbieter die dasselbe benötigte Produkt anbieten), so wird dem Lieferanten keine allzu große Verhandlungsmacht geboten.
  3. Lieferflexibilität durch kurze Lieferzeiten und kleinere Bestände ermöglichen eine höhere Flexibilität
  4. Hohe Qualität der Kaufteile kann durch Festlegung und regelmäßiger Überprüfung der Qualitätsstandards gewährleistet werden. Trendbewegung in Richtung Umweltfreundlichen Produkten.
  5. Niedrige Bestände, Zulaufs- und Lagerkosten durch strategisch günstig ausgewählte Standorte, mit guter Infrastrukturanbindung, kostengünstiger Lagerausrüstung, optimierten Lagerabläufen, kurze Belieferungszyklen und sorgfältigen Bestandsüberwachung

1.2 Produktionslogistik

Kurzfassung: kümmert sich um die Planung, Steuerung und um die Überwachung des internen Transport-, Umschlags- und der Lagerprozesse. => Innerbetriebliche Logistik Hierbei wird für die Bereitstellung und Optimierung von Prozessen entlang der Wertschöpfungskette bzw. Logistikkette gesorgt.

Unter der Logistikkette versteht man alle nötigen Businessaktivitäten und den Weg, den ein Produkt durchläuft, vom Hersteller bis zum Endkunden. Wichtig ist eine absolute Betrachtungsweise, von allen internen Prozessen wie dem Transport, dem Umschlag und der Lagerung.

Zu den Aufgaben der Produktionslogistik gehört die Steuerung und Kontrolle aller Warenbestände und Warenbewegungen, einzelner interner Produktionsstandorte. Produkte sollen gesichert, in der richtigen Menge, in der richtigen Qualität am richtigen Produktionsort, zur richtigen Zeit sowie zu möglichst niedrigen Kosten produziert werden.

Ziele der Produktionslogistik sind:

  • Erhöhung der Flexibilität hinsichtlich Menge, Produktionsprogramm
  • Verbesserung der kundennahen Produktion
  • Minimierung von Durchlaufzeiten
  • Verringerung der Bestände
  • Erhöhung der Flexibilität hinsichtlich Menge, Produktionsprogramm
  • Verringerung der Sortimentsbreite als auch der Sortimentstiefe und Teilevielfalt als auch der Sortimentstiefe und Teilevielfalt
  • Transportwege in der Produktion optimieren
  • Reduzierung der Herstellkostendurch effizientere Logistik
  • Eigenfertigung und Fremdbezug im optimalen Mix („Make or Buy“)

1.3 Distributionslogistik

Kurzfassung: Ein anderer Begriff hierfür wäre auch Absatz- oder Vertriebslogistik, hierbei wird für die Verteilung oder der Zustellung von Gütern gesorgt. Stichwort: Outbound-Logistik

Die Distributionslogistiker kümmern sich um die Informations-, Entscheidungs-, Steuerungs- und Kontrolltätigkeit rund um die Güter. Damit die benötigte Ware schnellstmöglich zum Kunden gelangt. Dies kann auf direktem Weg, durch Produktionsprozesse geschehen, bei dem direkter Kundenkontakt aufgenommen wird. Beim indirekten Weg geschieht dies über mehrere Absatzlagerstufen wie z.B. über den Einzelhandel, Großhandel und/ oder mehrere Absatz-Mittler. Auffällig ist das die durchschnittliche Lieferzeit, sich über die letzten Jahre deutlich verkürzt hat. Das liegt mitunter an den immer höher werdenden Anforderungen der Kunden, der Global steigenden Wettbewerbsfähigkeit und der Digitalisierung.

Ziele der Distributionslogistik:

  • Hohe Verfügbarkeit eines Produkts sicherstellen, damit Kunden ihre gewünschte Ware so schnell und bequem aufkaufen können
  • Kostenminimierung der Lager und Transportkosten sollen möglichst niedrig gehalten werden
  • Hohe Einflussnahme durch z.B. strategische Positionierung, damit der Hersteller nicht an Einfluss und Produktvermarktung verliert.

1.4 Entsorgungslogistik

Kurzfassung: auch Reverse Logistik genannt, beschäftigt sich mit der Übernahme von Müll und Restbeständen zur Beseitigung oder Verwertung. Stichwort: Recycling.

Ein zusätzlich wichtiger Unterbereich der zu einem einwandfreien Ablauf der Logistik führt, ist die Entsorgungslogistik, die für die Beseitigung aller nicht weiter benötigten Produktionsrückstände sorgt. Zu den Hauptaufgaben der Entsorgungslogistik gehört das Sammeln aller Abfälle, diese müssen sortiert (in Abfallstoffe, Ausschuss, Überschuss, recycelbare Stoffe, Fertigwarenbestände etc.), verpackt, gelagert und zu guter Letzt transportiert werden.

Zu den drei Stufen der Entsorgungslogistik gehören:

Wertrückgewinnungsstufen
  1. Stufe: Die Redistributionslogistik hier werden Rückstände gesammelt, sortiert und für eventuelle Verwendungen bestimmt.
  2. Stufe: Die Aufbereitungslogistik hierbei werden die verbliebenen Stoffe recycelt oder verbrannt.
  3. Stufe: Die Wiedereinsatzlogistik in diesem letzten Abschnitt werden nicht recycle bare/bzw. Produkte die nicht verbrannt werden deponiert.

Ziele der Entsorgungslogistik:

  1. Vermeidung/ Verminderung von Abfällen schon in der Produktion
  2. Verpackungsabfälle sollen Vermindert werden
  3. Verwertung von Abfällen soll durch sammeln, trennen und Rückführung verbessert werden
  4. Gefährliche Abfälle benötigen Nachweisführung
  5. Betriebliche Planung und Management des Entsorgungssystems
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2. Voraussetzungen für den Einstieg in die Logistik

2.1 Studium Bachelor / Master im Bereich Logistik oder Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik?

Die Arbeit in der Logistik nimmt einen sehr wichtigen Stellenwert im Unternehmen ein. Dementsprechend werden Fachleute und Spezialisten aus den verschiedenen Logistikbereichen immer gefragter. Wie in vielen anderen Branchen gibt es auch in der Logistik viele Quereinsteiger die durch Fort und Weiterbildungen an ihr Ziel gelangen. Seit einem Jahr hat sich die Aufstiegsfortbildung zum Fachkaufmann für Einkauf und Logistik geändert, mittlerweile besteht die Möglichkeit zwischen Fachwirt für Einkauf und Fachwirt für Logistiksysteme bei der IHK auszuwählen.

Logistik mit Bachelor- oder Master – Studium: Generell kann der Beruf eines Logistikers/in durch einen Studienabschluss erlangt werden. Hierbei steht die Auswahl vom Bachelor BWL mit Wahlschwerpunkt Logistik, BWL-Bachelor mit Spezialisierung im Bereich Logistik oder dem Master Logistik und Supply Chain Management. Das Logistik Bachelor Studium umfasst zwischen 6 und 7 Semester und der darauf aufbauende Logistik Master Studium erfordert weitere 2 bis 4 Semester.

Eine weitere Option bietet eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik, Fachlagerist oder Kaufmann/-frau für Büromanagement. Diese dauert in der Regel bei einer Verkürzung um die 2 Jahre. Anschließend besteht die Möglichkeit, durch spezielle Weiterbildungen oder durch den Weg des Studiums ans gewünschte Ziel zu gelangen. Generell bietet die Logistikbranche viele Aufstiegs- und Spezialisierungsmöglichkeiten an.

Was erwartet dich im Logistik bzw. Logistikmanagement Studium:

  • Unternehmensinterne Logistik
  • Lager und Bestandsmanagement
  • Supply Chain Management
  • Produktionslogistik
  • Distributionslogistik
  • Wertschöpfungsprozesse
  • Beschaffungs- und Einkaufscontrolling
  • Beinhaltet auch viele betriebswirtschaftliche, technisch- und mathematische Module

3. Wie viel verdient man in der Logistik

Da die Tätigkeitsfelder in der Logistik extrem vielfältig sind und je nach Ausbildung die Funktion auch unterschiedlich akkreditiert wird, gestalten sich die Gehälter äußerst unterschiedlich.

Überblick - Berufsbild Supply Chain Manager
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Überblick - Berufsbild Supply Chain Manager

Als Einsteiger, also mit wenig bis gar keiner Berufserfahrung, verdient man durchschnittlich zwischen ca. 27.600 EUR und 45.000 EUR - umso höher dein Abschluss desto besser sind deine Chancen auf einen üppigeren Gehaltscheck. Die Nächste Aufstiegsstufe wäre zum Beispiel der Supply Chain Manager/in der im Durchschnitt ca. 45.400 EUR und 84.753 EUR rechnen kann.

Am besten verdienen jedoch Logistiker mit Hochschul- und Universitätsabschlüssen die 5 Jahren Berufserfahrung und aufwärts vorweisen können. Je nach Ausbildung, Studium, Größe der Firma, Branche und Region können die Gehälter natürlich stark variieren. Logistikmeister können sogar mit Gehälter von ca. 97.786 EUR und 129.300 EUR rechnen. Wer sich international orientiert kann generell höhere Gehälter erwarten.

Quellen:

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