Bewerberprofil: Was ist das und wofür brauch ich das?

Schon mal was von einem Bewerberprofil gehört? Nein? Dann wird es allerhöchste Zeit! Mit einem Bewerberprofil erhöhst du die Chancen auf deinen Traumjob. Wie das geht, was Personaler über dein Online-Profil denken und was du beachten musst, erfährst du bei uns.

Bewerberprofil

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist ein Bewerberprofil?
  2. Was denkt ein Personaler über Bewerberprofile?
  3. Warum solltest du ein Bewerberprofil erstellen?
  4. Lebenslauf und Bewerberprofil - Was ist der entscheidende Unterschied?
  5. Wie muss ein Bewerberprofil beinhalten?
  6. Für wen ist ein Bewerberprofil besonders geeignet?

1. Was ist ein Bewerberprofil?

Dein Bewerberprofil ist eine komprimierte und übersichtliche Darstellung deiner Kernkompetenzen und Qualifikationen. Mit deinem Bewerberprofil beschreibst du in knappen Worten deine beruflichen und persönlichen Qualifikationen, Kenntnisse, Erfolge und Erfahrungen, die für einen speziellen Job gewünscht sind. Ein Bewerberprofil dient also vor allem dazu, deine Eignung für die Stelle in den Vordergrund zu stellen. Natürlich solltest du dir nichts zusammenflunkern und auch wirklich können, was du in deinem Bewerberprofil versprichst. Wie das Deckblatt oder das Motivationsschreiben ist das Bewerberprofil eine optionale Ergänzung zu den Bewerbungsunterlagen. Es kann also hinzugefügt werden, muss es aber nicht – außer es wird explizit gewünscht.

Bewerberprofil auf ALPHAJUMP

Wer sich ein optimales Bewerberprofil auf ALPHAJUMP anlegt, kann sich damit schnell und in nur einem Klick bei den passenden Unternehmen bewerben. Das besteht zum größten Teil aus allen relevanten Teilen aus denen auch eine gängige schriftliche Bewerbung besteht. Also Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse etc. Zusätzlich hat man auf ALPHAJUMP allerdings auch die Möglichkeit sein Bewerberprofil mit Informationen zu Kompetenzen zu ergänzen. Dies ist sehr individuell und besonders wichtig für den ALPHAJUMP-Matching-Algorithmus. Anhand der hier aufgeführten Angaben, kann der Algorithmus Bewerber und Unternehmen (sowie deren Stellenanzeigen) direkt zusammenführen, wenn passende Kriterien übereinstimmen. Dafür müssen natürlich Angaben gemacht werden – je ausführlicher desto besser!

2. Was denkt ein Personaler über Bewerberprofile?

Ein Bewerberprofil ist für einen Personalverantwortlichen, der sich mit unzähligen Bewerbungen auseinandersetzen muss, sehr hilfreich und eine große Erleichterung, weil er durch ein Bewerberprofil die Fähigkeiten eines Bewerbers auf einer Seite übersichtlich und komprimiert zusammengefasst findet und sie sich nicht mühsam aus dem Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen zusammensuchen muss. Das Bewerberprofil sollte einem Personaler kurz und knapp Auskunft darüber geben, ob und wo er dich optimal einsetzen kann, besonders, wenn du dich initiativ beworben hast. Ein gut strukturiertes und aussagekräftiges Bewerberprofil, wo mit du einen guten Eindruck hinterlässt, kann also deine Chancen auf ein Vorstellungsgespräch und damit darauf, eingestellt zu werden, erheblich erhöhen.

3. Warum solltest du ein Bewerberprofil erstellen?

Sofern das Bewerberprofil in der Stellenausschreibung nicht ausdrücklich verlangt wird, ist es kein Pflichtelement der Bewerbungsmappe und damit freiwilliger Mehraufwand. Erstellst du also ein freiwilliges Bewerberprofil, erkennt der Empfänger deiner Bewerbungsunterlagen sofort, dass du wirklich Interesse an dem Job hast und dich vor Mehrarbeit nicht scheust. Außerdem machst du es dem Empfänger leichter, sich ein Bild von dir zu machen. Daher eignet sich ein Bewerberprofil besonders, um es Initiativ- oder Kurzbewerbungen beizufügen, aber auch, um es z. B. bei einer Karrieremesse direkt zu übergeben – einzeln oder in Kombination mit dem Lebenslauf oder den vollständigen Bewerbungsunterlagen.

4. Lebenslauf und Bewerberprofil - Was ist der entscheidende Unterschied?

  1. Im Gegensatz zum Lebenslauf, liegt beim Bewerberprofil der Fokus nicht auf der Vollständigkeit, sondern auf der für die Bewerbung möglichst erfolgreichen Darstellung der persönlichen Qualifikation und Erfahrung.
  2. Im Lebenslauf sollte wirklich alles drin stehen, auch Arbeitsunterbrechungen wie Arbeitslosigkeit und jede Qualifikation, auch die mit der gewünschten Stelle gar nichts zu tun haben. Im Bewerberprofil erscheinen nur die Fähigkeiten, Berufsstationen und persönlichen Eigenschaften, die für die Besetzung der angestrebten Stelle relevant sind.
  3. Das Bewerberprofil ergänzt den Lebenslauf.
  4. Beide Dokumente zusammen zeigen dem Unternehmen, ob und in wie weit du für die zu besetzende Stelle geeignet bist.
  5. Das Bewerberprofil wird normalerweise nicht unterschrieben und es muss auch kein Foto enthalten, es spricht aber auch nichts dagegen.

5. Wie muss ein Bewerberprofil beinhalten?

Trotz dem Umstand, dass ein Bewerberprofil sehr gerne gesehen wird, gibt es keinen einheitlichen Standard. Was genau also sich ein Personalverantwortlicher vorstellt, kann nur erahnt werden. Es ist daher völlig okay und erhöht auch deine Chancen auf den Job, wenn du nachfragst, was genau erwartet wird und diese Informationen beim Erstellen deines Bewerberprofils berücksichtigen kannst. Je nach Branche oder Aufgabe wird ein Bewerberprofil sehr unterschiedlich aufgebaut und hat vollkommen andere Schwerpunkte. Daher solltest du kein allgemeines Bewerberprofil erstellen, sondern immer eines, das speziell auf die jeweilige Stelle zugeschnitten ist. Dein Bewerberprofil sollte alles beinhalten, was dich für spezielle Position auszeichnet und für den Arbeitgeber interessant sein kann. Alle diese Fähigkeiten werden auf einer, im Höchstfall zwei DIN A4 Seiten stichwortartig und übersichtlich aufgeführt. Hilfreich beim Erstellen des Bewerberprofils kann sein, wenn du dich in die Lage des Empfängers versetzt und folgende Fragen beantwortet werden:

  • Für welche Funktion genau sucht das Unternehmen einen Mitarbeiter?
  • Welche Anforderungen sind aus der Stellenanzeige ersichtlich?
  • Was beherrscht du von der Aufgabenbeschreibung sehr gut und in welcher Art und Weise genau?
  • Welchen speziellen Fähigkeiten könnten außerdem zu Besetzung der Stelle von Vorteil sein?
  • Welche Kernkompetenzen zeichnen dich ganz besonders aus, die für die Stelle relevant sind?
  • Wie stellt sich das Unternehmen in den Medien dar?
  • Welchen Mehrwert kannst du dem Unternehmen mit deinen Fähigkeiten und deiner Persönlichkeit bieten?

Beachte bei der Erstellung deines Bewerberprofils, dass es nicht das Ziel der lückenlosen Dokumentation deines Werdegangs hat, sondern nur die Informationen enthalten sollte, die dich für die angestrebte Stelle besonders interessant machen. Dabei solltest du auf nebensächliche Informationen, wie die Angabe von Jahreszahlen und Firmenstandorte, verzichten.

Aufbau deines Bewerberprofils

Zunächst einmal solltest du die Kategorien festlegen, in die du dein Bewerberprofil einteilen willst. Die Reihenfolge wird durch die Wichtigkeit der einzelnen Punkte bestimmt oder aber, in welcher Reihenfolge sie im Stellenangebot gefordert werden. Das Bewerberprofil wird stichpunktartig verfasst. Das klingt einfacher als es ist. Die einzelnen Stichworte müssen so formuliert sein, dass sie punktgenau sitzen und den Nerv der Personalverantwortlichen treffen. Natürlich sollte ein Bewerberprofil nicht ein völliges Chaos aus persönlichen Daten, Hard Skills und Soft Skills sein. Die folgende Struktur kannst du als Orientierungshilfe nutzen:

1. Bewerberprofil Kopf

  • Überschrift: "Bewerberprofil"
  • Vollständiger Name, ggf. Geburtsname
  • Kontaktdaten inklusive E-Mail-Adresse und Handynummer
  • Bewerbungsfoto
  • Aktuelle Position bzw. Berufsbezeichnung
  • Motto oder Schlüsselkompetenz

2. Hard Skills

  • Ausbildung und/oder Qualifikationen
  • Kernkompetenzen
  • Berufliche Schwerpunkte
  • Branchenerfahrungen

3. Soft Skills

  • Führungserfahrungen
  • Zielorientierung und bisherige Erfolge
  • Bisherige Verantwortungsbereiche
  • Besondere, für den Job relevante, Interessen

Deine Kompetenzen solltest du so gliedern, wie du Anforderungsprofil für die Stelle aufgebaut ist. Du kannst dich dabei an den Begriffen des Stellenangebots orientieren. In diesen Begriffen werden sich die Entscheider wiedererkennen. Besonders wichtige Kompetenzbegriffe sind z. B.:

  • Fachkompetenz
    • Ausbildung
    • Berufliche Qualifikationen
    • Weiterbildungen
  • Führungskompetenz
    • Durchsetzungsvermögen
    • Entscheidungsfähigkeit
    • Projektleitungsfähigkeit
    • Analyse und Problemlösefähigkeit
    • Organisationsfähigkeit
  • Sozialkompetenz
    • Einfühlungsvermögen
    • Kommunikationskompetenz
    • Konfliktlösungskompetenz
    • Teamfähigkeit
  • Methodenkompetenz
    • Konzeptionelle Fähigkeiten
    • Managementfähigkeit
    • Organisationskompetenz
    • Präsentationsvermögen
    • Strukturierendes Denken
    • Zeitmanagement
  • Persönliche Kompetenzen
    • Fremdsprachen
    • Belastbarkeit
    • Kritikfähigkeit
    • Leistungsbereitschaft
    • Lernbereitschaft
    • Auffassungsgabe
    • Gewissenhaftigkeit
    • Selbstständiges Arbeiten
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Verbindlichkeit
    • Zuverlässigkeit
    • Pünktlichkeit
    • Teamfähigkeit
    • Kreativität
    • ethische/moralische Wertvorstellung
  • sonstiges

    Dabei solltest du folgendes beachten:

    • Für Fremdsprachenkenntnisse gibt es üblichen Einstufungsbezeichnungen von A1 bis C2 nach dem Europäische Referenzrahmen für Sprachen. Diese Bezeichnungen sind einheitlich gültig und geben sehr genau an, wie gut deine Kenntnisse sind.
    • Auch mit ehrenamtlichen Tätigkeiten oder Hobbies erzielst du Erfolge, die deine Gesamtkompetenz beeinflussen. Wenn diese einen beruflichen Bezug haben oder deine Soft Skills belegen, solltest du sie in deinem Bewerberprofil erwähnen.

6. Für wen ist ein Bewerberprofil besonders geeignet?

  • Bewerberprofile sind für gewöhnlich nicht speziell für Berufseinsteiger geeignet, da sie normalerweise schlicht zu wenig Erfahrungen gesammelt haben, um die Seite zu füllen.
  • Für Fach- und Führungskräfte ist ein Bewerberprofil besonders dann zu empfehlen, wenn sie sich auf eine höhere Position bewerben.
  • Das Bewerberprofil eignet sich sehr gut für interne Bewerbungen.

Das Bewerberprofil ist eine gute Möglichkeit, sich bei Bewerbungen von anderen Bewerbern abzusetzen. Es ist eine Selbstbescheinigung der eigenen Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften. Wenn du deiner Bewerbung ein Bewerberprofil beifügst, zeigst du damit, dass du dich wirklich für die Stelle interessierst und dich damit auseinandergesetzt hast, ob und wie diese Stelle zu dir passt. Die in ein gutes Bewerberprofil investierte Mehrarbeit erhöht deine Chancen auf ein Vorstellungsgespräch und schließlich auch den Job erheblich. Unternehmen verfügen oft über Eingabemasken, bieten Musterprofile oder Formulare zum Ankreuzen an – oder sie nutzen ALPHAJUMP, um Mitarbeiter zu rekrutieren.

Hast du schon dein Bewerberprofil auf ALPHAJUMP angelegt?

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