Stress am Arbeitsplatz: Tipps für deinen Stressabbau

Für viele der ganz normale Alltag. Stress gehört wohl in jedem Beruf dazu und muss nicht immer negativ sein. Trotzdem gibt es auch viel Stress, der sich absolut vermeiden lässt. Wir haben für dich super Tipps, wie du unnötigen Stress vermeiden kannst.

Stress am Arbeitsplatz abbauen

Inhaltsverzeichnis:

  1. Wodurch entsteht Stress am Arbeitsplatz?
  2. Wie macht sich negativer Stress bemerkbar?
  3. Was schützt vor Stress?
  4. Welche Möglichkeiten zum Stressabbau gibt es?

Stress am Arbeitsplatz entsteht häufig dadurch, dass Leistungs- und Zeitdruck vorliegen und das Arbeitstempo immer mehr steigt. Eine kurzzeitige, stressige Beanspruchung kann ein Vorteil sein und herausfordernd und motivierend wirken. Stress am Arbeitsplatz braucht ein Ventil, sonst kann dadurch ein gesundheitliches Risiko entstehen. Wie du mit Stress am Arbeitsplatz umgehen kannst und welche Möglichkeiten es gibt, Stress abzubauen, haben wir für dich recherchiert.

1. Wodurch entsteht Stress am Arbeitsplatz?

Stress empfindet jeder anders. Was für den einen eine große Belastung darstellt, ist für den anderen genau die richtige Motivation. Für Stress am Arbeitsplatz kann es daher die unterschiedlichsten Gründe geben.

  • Grundsätzlich wird Stress durch Stressreize oder so genannte Stressoren ausgelöst und hängt von den persönlichen Fähigkeiten und der Arbeitsumwelt ab.
  • Stress entsteht in erster Linie, wenn ein Ungleichgewicht besteht zwischen deinen Arbeitsanforderungen und deinen individuellen Möglichkeiten, diese zu erfüllen, z. B. dadurch, dass du die geforderte Leistung nicht erbringen kannst oder die Zeit nicht ausreicht.
  • Von Stress am Arbeitsplatz Betroffene berichten oft von Zeitdruck, Unsicherheit oder Konflikten bei der Arbeit.
  • Andere Gründe für Stress am Arbeitsplatz können von den Vorgesetzten ausgehen. Verteilt der Chef verteilt die Aufgaben schlecht oder gibt er kein Feedback, kann das den Angestellten unter Leistungsdruck setzen.

2. Wie macht sich negativer Stress bemerkbar?

Dein Körper reagiert auf Stresssituationen wie vor Millionen Jahren:

  • es werden kurzfristig sämtliche Reserven mobilisiert. Dabei werden Stresshormone freigesetzt, die wiederum Energiereserven mobilisieren, den Blutdruck und die Pulsfrequenz erhöhen und die Atmung beschleunigen.
  • Gleichzeitig werden andere Funktionen wie die Immunabwehr, die Verdauung und Sexualfunktionen und auch die körpereigenen Regeneration reduziert.
  • Das Hirn läuft nur noch im Notfall-Modus.

Die Folge daraus sind nicht selten körperliche Beschwerden:

  • Schlafstörungen
  • Verdauungsprobleme und Appetitlosigkeit
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Abgeschlagenheit und Erschöpfung
  • Reizbarkeit
  • Kreativlosigkeit

Wird dem Stress nicht entgegengewirkt, können aus den Beschwerden ernste Erkrankungen werden:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen, z. B. Herzinfarkte
  • Magen-Darmkrankheiten
  • psychische Krankheiten wie z. B. Depressionen oder Burnout
  • chronische Immunschwächen oder Atemwegserkrankungen
  • Suchterkrankungen
  • chronische Schmerzen

3. Was schützt vor Stress?

Oft reichen schon Kleinigkeiten, um im Job gar nicht erst in Stress zu verfallen:

  • Überstunden beschränken

    Du hast auch noch ein Leben nach dem Job.

  • Pausen machen

    Gehe in deiner Mittagspause lieber spazieren, als die Arbeit des Kollegen zu erledigen.

  • Nein sagen

    Wenn du ausgelastet bist, solltest du nicht auch noch nebenbei Gefälligkeiten für deine Kollegen erledigen.

  • Ansprüche an sich selbst herunterschrauben

    100 % sind dir nicht genug? Deine Arbeit ist vermutlich schon hervorragend, wenn du nur 80 % gibst. Das Ergebnis rechtfertigt meist den Aufwand nicht.

4. Welche Möglichkeiten zum Stressabbau gibt es?

Ist es für die Stressprävention am Arbeitsplatz bereits zu spät, können dir ein diese zehn Tricks beim Stressabbau behilflich sein:

  1. Vermeide Unterbrechungen bei der Arbeit!

    Wenn du deine Arbeit nicht ungestört und konzentriert erledigen kannst, wirst du zwangsläufig in Stress geraten. E-Mails laufen nicht weg und wenn es wichtig ist, ruft der Kollege auch nochmal an.

  2. Gestalte deine Freizeit aktiv.

    Durch Bewegung werden Stresshormone abgebaut und Glückshormone freigesetzt. Nur rumzuhängen entspannt nicht.

  3. Entspanne dich bewusst!

    Yoga, Entspannungsübungen oder Atemübungen dienen ganz gezielt der Entspannung und lassen dich zur Ruhe kommen.

  4. Lass deinen Ärger raus!

    Reagiere dich ab. In den Wald gehen und einen Baum anbrüllen, kann sehr befreiend sein. Alternativ bietet sich der Monitor an.

  5. Führe Selbstgespräche!

    Klingt merkwürdig? Selbstgespräche können die Leistungsfähigkeit steigern. Sie helfen dabei Ablenkungen und Störfaktoren zu ignorieren und Probleme effektiver zu lösen.

  6. Sprich mit jemand anderem!

    Friss deinen Ärger und den Stress nicht in dich hinein. Schon der Austausch unter Kollegen kann sehr hilfreich sein. Der zeigt dir, dass du nicht allein bist. Reicht dir das nicht, scheue dich nicht, deinem Umfeld dein Leid zu klagen oder professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

  7. Lache!

    Lachen ist gesund, denn Lachen baut Stress ab, stärkt die Abwehrkräfte, senkt den Blutdruck, lindert Schmerzen und sorgt für die Ausschüttung von Glückshormonen.

  8. Iss dich glücklich!

    Nüsse, Bananen und Schokolade besitzen ganz bestimmte Inhaltsstoffe, die die Stimmung heben. Übertreibe es nur nicht, denn das sind auch Kalorienbomben, die dick machen - und das wirkt sich schlecht auf die Stimmung aus.

  9. Musik auf die Ohren!

    Die Musik, mit der du glückliche Momente assoziierst, ist Gift für schlechte Laune, Stress oder Trauer. Also Kopfhörer auf und gute Laune an!

  10. Denk nicht zu viel über die Stresssituation nach!

    Durch ständiges Grübeln bleibt der Stress auf einem kontanten Level. Bringe deine Gedanken also weg von dem Problem.

Aber Achtung: Sei nicht enttäuscht, wenn du nicht augenblicklich vollkommen entspannt bist. Körperliche und psychische Stresssymptome klingen nicht sofort ab. Es braucht ein wenig Zeit, bis der Mensch sein normales Gleichgewicht wiedergefunden hat, unter Umständen sogar Wochen.

Stress kann durchaus eine gute Sache sein, wird er allerdings negativ wahrgenommen, kann er ein gesundheitliches Risiko darstellen. Suche dir also immer Wege, Stress möglichst positiv zu begegnen und dich davor zu schützen. Wichtig ist außerdem, dass du dir Möglichkeiten schaffst, Stress wieder abzubauen.

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