Stundenlohn berechnen Wie berechnet man ihn und welche Rechte hast Du

Wie berechnest du deinen Lohn pro Stunde und welche Rechte hast du, wenn dein Gehalt über ein Stundenkonto berechnet wird. Du möchtest wissen, wie hoch dein Stundenlohn ist und was du beachten musst, um den Lohn zu berechnen? Wir haben alles Wichtige für dich zusammengefasst.
Stundenlohn berechnen
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 19.12.2017 | Aktualisiert am: 03.04.2019

Stundenlohn - Berechnung, Fakten und Rechtslage

Es gibt zahlreiche Arten den Lohn zu berechnen, der Stundenlohn ist nur eine von verschiedenen Einheiten. Üblich ist außerdem neben Stundenlohn, Monatslohn oder Jahreslohn anzugeben. Wie jemand bezahlt wird hängt davon ab in welcher Branche man arbeitet, ob man Vollzeit oder Teilzeit arbeitet und ob man einen Werkstudentenjob ausübt oder Festangestellt ist. Welche Faktoren mit in die Berechnung einfließen zeigt ALPHAJUMP dir in diesem Text.

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1. Was bedeutet Stundenlohn?

Beim vertraglich vereinbarten Stundenlohn wird die Vergütung der Arbeitsleistung, die auf Basis der geleisteten Arbeitsstunden entlohnt wird beschrieben. Dabei kann die Höhe des Arbeitsentgelts mal mehr und mal weniger stark schwanken. Dies liegt zum Beispiel an den verschiedenen Monatstagen die ein Monat hat. Je nachdem wie lang ein Monat ist, können die monatlichen Bezüge aufgrund von einer zu geringen Anzahl der Arbeitsstunden geringer ausfallen.

Die Bezahlung in Form von Stundenlohn ist vor allem für Minijobber, Schüler und Studenten, sowie Handwerker und Haushaltshilfen üblich. Zusätzlich wird der Stundenlohn auch oft bei Fließbandarbeiten, Bereitschaftsdiensten oder bei hochwertigen akademischen Dienstleistungen eingesetzt.

2. Stundenlohn Berechnung: Die wichtigsten Fakten

Besonders die meisten Handwerker und in den gewerblichen Berufen wird der Lohn meistens auf Stundenbasis und nicht monatlich ausgezahlt, genauso wie bei nahezu allen Neben- und Werkstudentenjobs, da der Arbeitgeber hierbei seine Angestellten einfacher und flexibler einsetzen kann und bestimmte Tätigkeiten nicht einfach punkt 16 Uhr, weggelegt werden können. Deshalb schwankt dadurch aber auch das monatliche Entgelt, da ja auch die Stundenanzahl von Monat zu Monat unterschiedlich ausfällt – Feiertage, Krankheit oder Urlaub können die geleistete Arbeitszeit enorm beeinflussen.

Die Berechnung des Stundenlohns kann sich also durchaus lohnen, denn Überstunden sowie Sonderzahlungen werden in den Stundenlohn mit einberechnet. Dadurch ist der Stundenlohn zum Beispiel verlässlicher als die Gehaltsangabe auf Monats- und Jahresbasis.

2.1 Bin ich Lohnsteuerpflichtig bzw. Sozialversicherungspflichtig?

Übersichtstabelle: Besteht Lohnsteuer- bzw. Sozialversicherungspflicht
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Besteht Lohnsteuer- bzw. Sozialversicherungspflicht?

Der durchschnittliche Brutto-Stundenlohn in Deutschland beträgt ca. 24,37 EUR pro Stunde. Dabei variiert der Stundenlohn aber nach dem jeweiligen Bundesland.

An Feiertagen und Sonntagen gibt es außerdem für die Arbeitnehmer einen Zuschlag zum Stundenlohn. Für Minijobber und Aushilfskräfte sind diese Zuschläge meist steuer- und beitragsfrei.

Die Abgaben hängen außerdem vom Grundlohn ab. Wann du steuerpflichtig bist, haben wir dir in dieser Tabelle kurz zusammengestellt:

3. Stunden- und Monatslohn berechnen

Wenn Du nach einem festen Monatslohn bezahlt wirst, kannst Du mit folgender Formel ganz easy Deinen Stundenlohn ausrechnen:

Stundenlohn (brutto): 3 x Monatslohn (brutto) ÷ 13 ÷ die Anzahl der wöchentlichen Arbeitsstunden

Beispiel: Monatslohn = 2.800 EUR = durchschnittliche Arbeitszeit pro Woche = 38 Stunden: Stundenlohn = 17,00 EUR

Das hört sich ja eigentlich schon mal akzeptabel an, aber was hier nicht mit einberechnet wird, sind die Überstunden in den durchschnittlichen Monatslohn. In sämtlichen Unternehmen muss die wöchentliche Arbeitszeit vertraglich geregelt sein, 40 Stunden die Woche sind am häufigsten, aber die meisten Arbeitnehmer kommen trotzdem auf einige Überstunden in der Woche. Leider gibt es immer noch Arbeitgeber, die diese Überstunden nicht auszahlen müssen, inzwischen gibt es aber Tarifverträge, welche das dann für dich regeln und dem Arbeitgeber genau das auch vorschreiben. Dazu kommt aber auch, dass beim Stundenlohn häufig Zuschläge kommen, beispielsweise an Wochenenden, Feiertagen oder in der Nachtschicht erhält man einiges mehr, der prozentuale Mindestaufschlag ist sogar für fast alle gesetzlichen Feier- und Wochentage geregelt.

Wirst du nach Stunden bezahlt? Mit dieser Formel kannst du dein Brutto-Monatsgehalt ganz einfach berechnen:

Monatslohn = Stundenlohn x die Anzahl der wöchentlichen Stunden x 13 ÷ 3

Beispiel: Stundenlohn = 8,84 EUR bei 40 Stunden die Woche = Monatslohn von 1532,27 EUR

Auch ein Problem beim stündlichen Sold ist, dass die Stunden oft saisonal abhängig sind, besonders bei Handwerkern schwanken die Arbeitsstunden zwischen Sommer und Winter enorm, manche Handwerksbetriebe schließen den Winter über komplett, weswegen sich eine langfristige Finanzplanung als äußerst schwierig gestaltet.

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4. Rechtslage bei der Anstellung auf Stundenlohn

Rechtlich gesehen gibt es einige Besonderheiten, die du bei einer Anstellung auf Stundenlohn beachten musst. Falls du dir dabei wirklich unsicher bist, dann solltest du wirklich auf Nummer sicher gehen und bei einem Anwalt deines Vertrauens nachfragen.

Für Arbeitgeber stellt der Stundenlohn oft eine wesentlich einfachere und flexiblere Variante zur Bezahlung der Angestellten dar, aber damit der Arbeitnehmer hierbei nicht auch komplett leer ausgeht, gibt’s einige gesetzliche Regelungen. Hier die wichtigsten:

  • Im Arbeitsvertrag muss die regelmäßige Arbeitszeit angegeben werden.
  • Innerhalb eines Monats nach Unterschreiben muss ein seitens des Arbeitgebers unterzeichneter Arbeitsvertrag an den Angestellten ausgehändigt werden.
  • Ist keine Arbeit vorhanden, muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer trotzdem die Arbeit nach der regelmäßigen Arbeitszeit vergüten (ist die Arbeitszeit nicht geregelt, gilt die betriebsübliche Arbeitszeit).
  • Da man während der Ferien keinen Lohn erhält, muss zum Stundenlohn ein Ferienzuschlag kommen: bei 4 Wochen Urlaubsanspruch 8,33%, bei 5 Wochen 10,65%. (Die Ferienentschädigung und der Stundenlohn müssen in der Lohnabrechnung getrennt gelistet werden).
  • Im Krankheitsfall gibt es zwei Fälle:
    • Hat Dein Arbeitgeber eine Erwerbsausfallversicherung abgeschlossen, hast Du Anspruch auf 80% des monatlichen Durchschnittsverdienstes des letzten Jahres (also der letzten 12 Monate).
    • Gibt es solch eine Versicherung nicht, hast Du Anspruch auf 100% des Lohns, allerdings rechnet sich der Zeitraum nach der geleisteten Dienstjahre (1. Jahr: 3 Wochen; 2. Jahr: 4 Wochen; 3./4. Jahr: 2 Monate (der Lohnanspruch steigt nach geleisteten Dienstjahren)).

Tipp: Brutto-Netto Berechnung:

Wie am Ende das Gehalt brutto pro Monat zu netto umgerechnet wird, kannst du ganz einfach und schnell mit einem brutto netto Rechner herausfinden. Auch im Artikel "Geldwerter Vorteil" haben wir ebenso einen brutto netto Rechner für dich eingebaut. Hier geht's direkt zum brutto netto Rechner.

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Quellen:

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