Stundenlohn berechnen Wie berechnet man ihn und welche Rechte hast Du?

Wie berechnest du deinen Lohn und welche Rechte hast du, wenn dein Gehalt über ein Stundenkonto berechnet wird. Du möchtest wissen, wie hoch dein Stundenlohn ist und was du beachten musst, um den Lohn zu berechnen? Wir haben alles Wichtige für dich zusammengefasst.

Stundenlohn berechnen

1. Stundenlohn Berechnung: Die wichtigsten Fakten

Besonders die meisten Handwerker und in den gewerblichen Berufen wird der Lohn meistens auf Stundenbasis und nicht monatlich ausgezahlt, genauso wie bei nahezu allen Neben- und Werkstudentenjobs, da der Arbeitgeber hierbei seine Angestellten einfacher und flexibler einsetzten kann und bestimmte Tätigkeiten nicht einfach punkt 16 Uhr weg gelegt werden können. Deshalb schwankt dadurch aber auch das monatliche Entgelt, da ja auch die Stundenanzahl von Monat zu Monat unterschiedlich ausfällt – Feiertage, Krankheit oder Urlaub können die geleistete Arbeitszeit enorm beeinflussen.

2. Stunden- und Monatslohn berechnen

Wenn Du nach einem festen Monatslohn bezahlt wirst, kannst Du mit folgender Formel ganz easy Deinen Stundenlohn ausrechnen:

Stundenlohn (brutto): 3 x Monatslohn (brutto) ÷ 13 ÷ die Anzahl der wöchentlichen Arbeitsstunden

Beispiel: Monatslohn = 2.800 EUR = durchschnittliche Arbeitszeit pro Woche = 38 Stunden: Stundenlohn = 17,00

Das hört sich ja eigentlich schon mal akzeptabel an, aber was hier nicht mit einberechnet wird, sind die Überstunden. In sämtlichen Unternehmen muss die wöchentliche Arbeitszeit vertraglich geregelt sein, 40 Stunden die Woche sind am häufigsten, aber die meisten Arbeitnehmer kommen trotzdem auf einige Überstunden die Woche. Leider gibt es immer noch Arbeitgeber, die diese Überstunden nicht auszahlen müssen, inzwischen gibt es aber Tarifverträge, welche das dann für dich regeln und dem Arbeitgeber genau das vorschreiben. Dazu kommt aber auch, dass beim Stundenlohn häufig Zuschläge kommen, beispielsweise an Wochenenden, Feiertagen oder in der Nachtschicht erhält man einiges mehr, der prozentuale Mindestaufschlag ist sogar für fast alle gesetzlichen Feier- und Wochentage geregelt.

Wirst du nach Stunden bezahlt? Mit dieser Formel kannst Du Dein Brutto-Monatsgehalt berechnen:

Monatslohn = Stundenlohn x die Anzahl der wöchentlichen Stunden x 13 ÷ 3

Beispiel: Stundenlohn = 8,84 EUR bei 40 Stunden die Woche = Monatslohn von 1532,27 EUR

Auch ein Problem beim stündlichen Sold ist, dass die Stunden oft saisonal abhängig sind, besonders bei Handwerkern schwanken die Arbeitsstunden zwischen Sommer und Winter enorm, manche Handwerksbetriebe schließen den Winter über komplett, weswegen sich eine langfristige Finanzplanung als äußerst schwierig gestaltet.

Du suchst einen Job?

Hier erhältst Du Job-Angebote von Top-Arbeitgebern.

3. Rechtslage bei der Anstellung auf Stundenlohn

Für Arbeitgeber stellt der Stundenlohn oft eine wesentlich einfachere und flexiblere Variante zur Bezahlung der Angestellten dar, aber damit der Arbeitnehmer hierbei nicht auch komplett leer ausgeht, gibt’s einige gesetzliche Regelungen. Hier die wichtigsten:

  • Im Arbeitsvertrag muss die regelmäßige Arbeitszeit angegeben werden
  • Innerhalb eines Monats nach Unterschreiben muss ein seitens des Arbeitgebers unterzeichneter Arbeitsvertrag an den Angestellten ausgehändigt werden
  • Ist keine Arbeit vorhanden, muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer trotzdem die Arbeit nach der regelmäßigen Arbeitszeit vergüten (ist die Arbeitszeit nicht geregelt, gilt die betriebsübliche Arbeitszeit)
  • Da man während der Ferien keinen Lohn erhält, muss zum Stundenlohn ein Ferienzuschlag kommen: bei 4 Wochen Urlaubsanspruch 8,33%, bei 5 Wochen 10,65%. (Die Ferienentschädigung und der Stundenlohn müssen in der Lohnabrechnung getrennt gelistet werden.)
  • Im Krankheitsfall gibt es zwei Fälle:
    • Hat Dein Arbeitgeber eine Erwerbsausfallversicherung abgeschlossen, hast Du Anspruch auf 80% des monatlichen Durchschnittsverdienstes des letzten Jahres (also der letzten 12 Monate)
    • Gibt es solch eine Versicherung nicht, hast Du Anspruch auf 100% des Lohns, allerdings rechnet sich der Zeitraum nach der geleisteten Dienstjahre (1. Jahr: 3 Wochen; 2. Jahr: 4 Wochen; 3./4. Jahr: 2 Monate (der Lohnanspruch steigt nach geleisteten Dienstjahren))

War dieser Artikel hilfreich?

Dein Feedback hilft uns, unsere Inhalte zu verbessern. Nimm dir bitte eine Sekunde Zeit und gib uns hiermit eine Rückmeldung, ob dir der Beitrag gefallen hat!

Vielen Dank für dein Feedback!

Beliebteste Artikel

Interessante Artikel die Dich interessieren können


Gehalt als Werkstudent

Es gibt gute Gründe einen Job als Werkstudent während der Uni oder FH-Zeit anzunehmen. Was ein Werkstudent ist und welche Vor- und Nachteile es gibt findest Du in unserem Karriereguide-Artikel: Was ist ein Werkstudent? In diesem Artikel hier klären wir im Detail, wie es mit dem Gehalt eines Werkstudenten und der Entlohnung ausschaut. Darüber hinaus informieren wir Euch über den Urlaub für Werkstudenten, die Lohnsteuer, gesetzliche Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung und wie es sich mit dem Gehalt für Werkstudenten und dem BAföG verhält. Wenn Du Kindergeld oder Waisenrente erhältst haben wir ebenso ein paar Hinweise für Dich.

Einstiegsgehalt

Dein Einstiegsgehalt ist von sehr vielen Faktoren abhängig. Welche genau das sind und wie viel du als Berufsanfänger verdienen kannst, erfährst du hier. Das Gehalt als Absolvent kann sehr stark variieren, je nach Abschluss und Arbeitgeber. Wir geben dir eine Übersicht über alle Einflussfaktoren.

Geldwerter Vorteil

Du willst wissen was ein Geldwerter Vorteil ist? Wir haben Infos für Dich, was du zu den Steuern wissen musst und welche persönlichen Vorteile du durch den geldwerten Vorteil hast.

Gehaltsverhandlung

Die Gehaltsverhandlung ist in greifbarer Nähe aber du weißt noch nicht genau, wie man das beste Ergebnis hierbei erzielt? Hier findest du ein paar Tipps für mehr Einkommen und wie man richtig in die Verhandlung geht.

Weihnachtsgeld

Wer bekommt Weihnachtsgeld? Wieviel Anspruch gibt es und wie wird das Weihnachtsgeld berechnet? Wann muss Weihnachtsgeld zurückgezahlt werden? Alle Informationen zum Weihnachtsgeld findest du hier.

Gehalt Online Marketing Manager

Wieviel verdient ein Online Marketing Manager? Als Online Marketing Manager hat man ein durchschnittliches Gehalt von ca. 48.000 EUR. Aktuelle Gehaltstabellen, die Unterschiede und weitere wichtige Informationen zu Standort, Gehälter als Online Marketing Manager - das alles findest du hier.

Registriere dich jetzt schnell & kostenlos

ALPHAJUMP - Deutschlands größte Job-Matching-Plattform für Akademiker

oder anmelden mit

Mit dem Klick auf "Kostenlos registrieren" akzeptierst du die AGB und Datenschutzbestimmung von ALPHAJUMP und bestätigst, diese gelesen und verstanden zu haben.

Wir verwenden Cookies, um dir alle Funktionen anbieten zu können und um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Wir bieten dir damit auch Funktionen für soziale Medien und wir analysieren die Zugriffe auf unsere Webseite. Dabei geben wir Informationen an unsere Partner für soziale Medien und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die sie dir bereitgestellt haben. Wenn du mehr über unsere Cookie-Richtlinie wissen willst, dann schaue in unseren Datenschutzbestimmungen nach. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmst du unserer Verwendung von Cookies zu. Mehr zur Cookie-Richtlinie.