Verdienstgrenze Wie viel darf man als Student verdienen

Wie viel darf man als Student verdienen. Die wichtigsten Verdienstgrenzen im Überblick. Im Rahmen eines Studentenjobs haben Studenten Verdienstgrenzen. Der ALPHAJUMP Karriereguide gibt alle wichtigen Informationen zu den Verdienstgrenzen und Einkommensgrenzen.

Obergrenze für Studentenjob
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 03.08.2018

Wie viel Gehalt bleibt dir als Student?

Hier erfährst du alles über die Einkommensgrenze für Studenten, die wichtigsten Fakten und worauf du achten musst damit dein BAföG nicht ausfällt. Dein Studium hat begonnen und du musst leider schmerzlich feststellen, dass das Studium auch bedeutet, zu lernen mit wenig Geld auszukommen. Schnell schleicht sich der Gedanke ein: Ich muss Geld verdienen! Ein Nebenjob muss her!

Aber hier gibt es einiges was du beachten musst. Denn sonst wirst du bald ein böses Erwachen haben. Kommst du nämlich über die Verdienstgrenze für Studenten wirst du Steuer- und Sozialabgabenpflichtig und verlierst zusätzlich noch deinen Anspruch auf BAföG und Kindergeld. Damit das alles nicht passiert hat ALPHAJUMP alle wichtigen Infos rund ums Arbeiten im Studium und zur Verdienstgrenze für Studenten für dich gesammelt.

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1. Wie viel darf man als Student verdienen?

Erst einmal zählt generell, wer einen Minijob ausübt und somit einen maximalen Arbeitslohn von 450 EUR monatlich erhält, der muss keine Steuern oder Sozialabgaben zahlen. Falls du trotzdem beispielsweise in die gesetzliche Rentenversicherung einen kleinen Betrag einzahlen möchtest, dann ist das auch möglich. Die wöchentliche Arbeitszeit oder die monatlichen Arbeitsstunden spielen dabei erstmal keine Rolle.

Da aber auch für eine solche geringfügige Beschäftigung ein Mindestlohn von derzeit 8,84 EUR pro Stunde gesetzlich vorgeschrieben ist, dürfen danach die monatlichen Arbeitseinsätze 50,9 Stunden nicht überschreiten. Hast du also ein jährliches Einkommen, das 5.400 EUR nicht überschreitet, befindest du dich innerhalb der Einkommensgrenze für Studenten und hast absolut keine Abgaben.

Für Werkstudenten gibt es eine zusätzliche Regelung, denn dein Studium soll im Vordergrund stehen und nicht die Arbeit. Während des Semesters darfst du gesetzlich nur maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. In der vorlesungsfreien Zeit tritt diese Begrenzung der Arbeitszeit nicht in Kraft und du darfst auch mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten. Das bedeutet auch, dass du eine kurzfristige Beschäftigung, also vielleicht drei Monate, auch in einer kurzfristigen Vollzeitbeschäftigung absolvieren kannst.

2. Wie hoch ist die Verdienstgrenze für Studenten, die Bafög beziehen?

Wenn du BAföG beziehst, dann verhält es sich etwas anders mit der Verdienstgrenze für Studenten. Zwar gilt auch hier die Einkommensgrenze von 5.400 EUR im Jahr, also 450 EUR im Monat, doch ist nicht der Verdienst eines Kalenderjahres ausschlaggebend, sondern dein Einkommen während des genehmigten Bewilligungszeitraums. Grundsätzlich kann man sagen, dass du mit einem Minijob nicht viel falsch machen kannst.

Über zusätzliche Freibeträge für Studenten lohnt es sich, sich schlau zu machen, die können nämlich die Verdienstgrenze für Studenten erhöhen. Gründe für die Erhöhung der Verdienstgrenze können zum Beispiel anfallende Studiengebühren sein. Es ist immer ratsam, sich beim zuständigen BAföG-Amt im Voraus über die eigene Einkommensgrenze zu informieren.

Wichtig ist, dir klar zu machen, was alles neben deinem BAföG zum Einkommen zählt. Wenn du beispielsweise in deinem Nebenjob Urlaubs- oder auch Weihnachtsgeld bekommst, so zählen diese Sonderzahlungen auch zum jährlichen Einkommen und zählen somit zu den 5.400 EUR dazu. Im Gegensatz dazu zählt das Kindergeld nicht zu deinem Einkommen und hat dadurch keinen Einfluss auf die Freigrenze.

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3. Welche Abgaben werden von deinem Gehalt abgezogen?

Wenn du BAföG beziehst, dann verhält es sich etwas anders mit der Verdienstgrenze für Studenten. Zwar gilt auch hier die Einkommensgrenze von 5.400 EUR im Jahr, also 450 EUR im Monat, doch ist nicht der Verdienst eines Kalenderjahres ausschlaggebend, sondern dein Einkommen während des genehmigten Bewilligungszeitraums. Grundsätzlich kann man sagen, dass du mit einem Minijob nicht viel falsch machen kannst.

Wie schon vorher erklärt, bleibt dein Einkommen absolut unberührt vom Fiskus, solang du die Freigrenze nicht überschreitest. Was aber passiert, wenn du über den 5.400 EUR jährlich liegst? Erstmal solltest du dir keine Sorgen machen, denn es gelten Sonderregelungen!

Mit einem Jahreseinkommen über 5.400 EUR bist du dazu verpflichtet, für die darüber liegende Summe Abgaben zu zahlen. Aber keine Angst, dein mühsam erarbeitetes Geld bleibt dir größtenteils erhalten. Wie viel Steuern du letztendlich zahlen musst hängt auch erstmal von deinem eigentlichen Einkommen ab.

Mit einem sogenannten Midijob, in dem du zwischen 450 EUR und 850 EUR monatlich verdienen darfst, zahlst du beispielsweise nur einen reduzierten Anteil in die gesetzliche Rentenversicherung. Bei über 850 EUR Gehalt im Monat fallen erst die vollen 9,35 % für die gesetzliche Rentenversicherung an.

Bei den zu zahlenden Steuern gibt es andere Grenzen, die wichtig sind. Das Stichwort hier ist der Steuerfreibetrag oder auch Grundfreibetrag. Dieser wird für jedes Jahr neu festgelegt und ist abhängig von deiner Steuerklasse. 2018 wurde für Steuerklasse I dieser steuerfreie Grundfreibetrag auf 9.000 EUR angesetzt. In den letzten sechs Jahren ist dieser Betrag um knapp 1.000 EUR gestiegen.

Jahr Grundfreibetrag
2012 8.004 EUR
2013 8.130 EUR
2014 8.354 EUR
2015 8.472 EUR
2016 8.652 EUR
2017 8.820 EUR
2018 9.000 EUR

Sobald dein Jahresgehalt über diesen 9.000 EUR liegt, bist du auch als Werkstudent verpflichtet Einkommenssteuer zu zahlen.

Abhängig von der Steuerklasse sind das 14 % oder auch mehr. Aber das Geld ist nicht unbedingt komplett weg, denn am Ende vom Jahr kannst du mit deiner Steuererklärung teilweise über tausend Euro an Steuern zurückbekommen! Wie das geht und was du bei deiner Steuererklärung beachten musst kommt im folgenden Abschnitt.

4. Wie bekommst Du gezahlte Steuern wieder? Die Steuererklärung als Student.

Erstmal die wichtigste Frage am Anfang: Macht eine Steuererklärung im Studium überhaupt Sinn? Kurz und knapp: Ja, es macht auf jeden Fall sinn! Auch ohne Einkünfte kannst du bestimmt Ausgaben fürs Studium wiederbekommen. Aber wer muss denn verpflichtend eine Steuererklärung abgeben? Studenten die…

  • … mehr als 9000 EUR Verdienst haben aus selbständiger Arbeit.
  • … Miet- bzw. Kapitaleinnahmen von über 9.000 EUR im Jahr.
  • … in mehreren Jobs und bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt sind.

Wichtig ist jetzt zu wissen, was du eigentlich absetzen kannst. Zusammengefasst: Alles, was mit dem Studium zu tun hat. Dazu zählt zum Beispiel:

  • Studiengebühren
  • Fachliteratur
  • Arbeitsmaterial
  • Anreise zur Uni
  • Umzugskosten

Du kannst deine Steuererklärung von einem Steuerberater machen lassen, doch das kostet auch meistens eine Stange Geld. Viel günstiger geht es, indem du eine Studentensteuererklärung ausfüllst, die von verschiedenen Anbietern online zur Verfügung gestellt wird. In diesem Fall füllst du meisten alle notwendigen Informationen online aus und deine Steuererklärung wird direkt an das für dich zuständige Finanzamt weitergeleitet.

Wichtig ist, wenn du deine Steuererklärung einreichst, alle Belege aufzubewahren, denn das Finanzamt kann wirklich jeden Beleg einfordern zur Kontrolle. Falls dir ein Beleg fehlt, den das Finanzamt anfordert, dann wird diese Rückzahlung der Steuern verwehrt.

Aber auch ohne einen einzigen Beleg kannst du erfolgreich Geld mit deiner Steuererklärung zurückbekommen. Das Zauberwort heißt hier: Pauschale. Viele Kosten kannst du einfach mit einer Pauschale geltend machen. Solche Pauschalbeträge sind zum Beispiel:

  • 240 EUR pro Jahr für Telefon und Internet
  • 764 EUR für Umzug
  • 24 EUR pro Tag Praktikum

Sobald du verpflichtet bist eine Steuererklärung abzugeben, musst du diese bis zum 31. Mai des Folgejahres abgeben. Bei einer freiwilligen Steuererklärung hast du wesentlich mehr Zeit. Insgesamt hast du eine Frist von 4 Jahren für freiwillige Steuererklärungen.

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5. Verdienstgrenze für Studenten mit der Krankenversicherung?

Die Verdienstgrenze für Studenten bei Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung verhält sich etwas komplizierter. Hier greift auch die 20 Stunden Grenze. Arbeitest du in Woche, während des Semesters, mehr als 20 Stunden, heißt das für die Sozialversicherung, dass dein Fokus nicht mehr auf dem Studium liegt, weil dein Arbeitsverhältnis überwiegt.

Natürlich gibt es auch in diesem Fall besondere Ausnahmen für Studenten. Du musst nachweisen, dass deine Arbeit hauptsächlich an Wochenenden oder in der Nacht verrichtet wird. Sobald das der Fall ist, dann giltst du wieder als „ganz normaler“ Student.

Eine weitere Sonderregel gibt es noch für Studenten und die Arbeit neben dem Studium. Sobald du mehr als 26 Wochen, also insgesamt ein halbes Jahr, mehr als 20 Stunden in der Woche gearbeitet hast, dann wirst du nicht mehr primär als Student angesehen, sondern als Arbeitnehmer. Das hat dann zur Folge, dass eine Versicherungspflicht der aktuellen Beschäftigung in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung besteht.

Die Verdienstgrenze für Studenten in der Familienversicherung liegt momentan bei 435 EUR im Monat. Kommst du über diese Grenze, dann musst du dich selbst krankenversichern. Je nach Krankenversicherung fallen dann etwa 80 EUR pro Monat an, doch diese Kosten kannst du in deiner Steuererklärung einfach absetzen.

6. Fazit

Als Fazit kann man sagen, dass es immer sinnvoll ist sich vor Antritt eines neuen Nebenjobs genauestens zu informieren und zur Not auch von einem Fachmann. Durch viele, teilweise sehr komplizierte und verworrene, Gesetze kann ein vermeintlich kleiner Unterschied ziemlich große Folgen haben.

Eines ist auf jeden Fall immer sicher: Solange du unter 5.400 EUR Gehalt im Jahr bleibst, zahlst du keinen Cent Steuern oder andere Abgaben und unter 5.220 EUR Gehalt im Jahr, kannst du weiterhin in der Familienversicherung bleiben.

Quellen:

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