Männersache? Hartnäckige Klischees auf dem Arbeitsmarkt

Sind typische Männerberufe nur Jobs für Männer? Was sind typische Frauenberufe? Warum arbeiten so wenige Frauen in Männerberufen und warum noch weniger Männer in Frauenberufen? Wir haben diese Fragen für dich recherchiert und räumen mit den Klischees am Arbeitsmarkt auf!

Typische Berufe

Inhaltsverzeichnis:

  1. Typische Frauenberufe
  2. Typische Männerberufe
  3. Welche Probleme treten auf?
  4. Wie werden die Klischees gelöst?
  5. Zusammenfassung

Über Jahrzehnte hinweg haben sich hartnäckige Klischees auf dem Arbeitsmarkt festgesetzt. Frauen gehören ins Büro und Männer in die Werkstatt? Zwar sind handwerkliche und technische Berufe immer noch eine Männerdomäne und die meisten Sekretariate sind mit Frauen besetzt, aber in vielen Bereichen gelten die alten Regeln einfach nicht mehr. Wir sagen dir, welches klassische Frauen- und welches klassische Männerberufe sind und räumen mit den Klischees auf dem Arbeitsmarkt auf, denn heute gibt es nahezu keine Jobs mehr, die nur für Frauen oder nur für Männer interessant sind.

1. Typische Frauenberufe

In den typischen Frauenjobs liegt der Frauenanteil bei über 80 Prozent. Warum diese Berufe untypisch für Männer sind, hat häufig historische Gründe und hängt auch von den Vorbehalten der Männer ab. Als typische Frauenberufe gelten z. B.:

  • medizinische Fachangestellte
  • Hauswirtschafterin
  • KosmetikerinRechtsanwaltsfachangestellteErzieherin
  • RechtsanwaltsfachangestellteErzieherin
  • Erzieherin
  • Friseurin

Insgesamt sind als die Hälfte der berufstätigen Frauen im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel oder in der Verwaltung tätig.

2. Typische Männerberufe

In einigen Jobs ist eine klare Männerdominanz erkennbar. Auch die ist meist historisch begründet und hängt heute noch damit zusammen, dass Frauen ebenfalls Vorbehalte haben. Als typische Männerjobs gelten z. B.:

  • Straßenbauer
  • MaurerKFZ-Mechatroniker
  • KFZ-Mechatroniker
  • TischlerMetallbauer
  • Metallbauer
  • Elektroniker
  • Dachdecker

3. Welche Probleme treten auf?

  • Männer befürchten, aufgezogen zu werden, wenn sie einen typischen Frauenberuf ausüben.
  • Typische Frauenjobs sind meist schlechter bezahlt als typische Männerjobs. Auch das spielt sicherlich eine Rolle, warum Männer nicht stärker in diesen Bereichen tätig werden.
  • Frauen befürchten, in typischen Männerberufen von ihren Kollegen nicht anerkannt zu werden, sich in den Berufen nicht behaupten zu können oder dem (körperlich) nicht gewachsen zu sein.
  • Häufig stecken besonders Frauen noch in dem traditionellen Rollenbild fest, dass der Mann die Familie versorgt und die Frau sie umsorgt. Sie vergessen dabei, dass sie sich inzwischen vermutlich bis zum Rentenalter oder sogar darüber hinaus mit ihrem Beruf selbst versorgen können müssen - wenn nicht sogar die gesamte Familie.
  • Teilzeitstellen und geringfügige Beschäftigungen werden überwiegend mit Frauen besetzt.

4. Wie werden die Klischees gelöst?

Seit einiger Zeit werden immer mehr Initiativen, Projekte und Veranstaltungen ins Leben gerufen, die jungen Menschen vor der Wahl ihrer Ausbildung oder ihres Studiums helfen sollen, über den Tellerrand zu schauen und die Augen zu öffnen für Berufe, die traditionell eher vom anderen Geschlecht ausgeübt werden. Zukünftige Auszubildende und Studenten sollen dazu gebracht werden, ihren Beruf nach ihren Talenten und Vorlieben zu wählen und nicht nach veralteten Klischees. Eine solche Veranstaltung ist beispielsweise der Girls’Day, an dem Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse öffnen. An diesem Tag lernen die Mädchen lernen dort Ausbildungsberufe und Studiengänge in aus den Bereichen Informatik, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen Frauen bisher eher rar sind. Eine andere Möglichkeit ist, dass weiblichen Vorbildern in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik begegnen. Auf der anderen Seite kann dieser Tag von Jungs genutzt werden, um in typische Frauenberufe reinzuschnuppern.

5. Zusammenfassung

Auch heute noch wird man bei der Ausbildungs- und Studienwahl mit den Klischees klassischer Männer- und klassischer Frauenberufe konfrontiert, obwohl diese Einstellung vollkommen überholt ist. Viele Initiativen, Projekte und Veranstaltungen haben es sich auf die Fahne geschrieben, diese Klischees aufzulösen und jungen Menschen den Weg in eine Ausbildung zu ermöglichen, die ihren Talenten und Vorlieben entsprechen und nicht den allgemein gültigen Vorstellungen von Frauen- und Männerjobs. Leider treten auch heute noch gelegentlich Probleme für die Berufstätigen auf, wenn sie einen Job ausüben, der üblicherweise eher vom anderen Geschlecht besetzt wird.

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