Praktikum nach dem Studium Starte deine Karriere mit einem Praktikum

Lohnt sich ein Praktikum nach dem Studium oder ist das nur Ausbeute? Macht es Sinn, durch ein Praktikum weitere Berufserfahrung zu sammeln oder solltest du dich lieber direkt für ein Trainee oder eine Festanstellung bewerben? Wir haben für dich alle Vor-und Nachteile für ein Praktikum nach dem Studium zusammengefasst.

Praktikum nach Studium
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 11.12.2017 | Aktualisiert am: 07.03.2019

Dank eines Praktikums richtig durchstarten im Berufsleben!

Praktikum kommt von Praxis und genau das ist wirklich sehr häufig entscheidet bei einem Bewerbungsverfahren. Sehr viele Arbeitgeber legen sehr viel Wert auf bereits gesammelte Erfahrungen im Job oder auch in der Branche. Natürlich kannst du als Absolvent meist keine mehrjährige Berufserfarhung vorweisen, doch was du allemal vorweisen könntest sind Erfahrungen aufgrund verschiedener Praktika.

Im folgenden Artikel versuchen wir dir wirklich darzustellen, wie wichtig Praktika sind und dass auch ein Praktikum nach deinem Studium sehr sinnvoll und hilfreich sein kann.

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1. Wann macht ein Praktikum nach dem Studium Sinn?

Von einem Praktikum nach dem Studium raten Experten grundsätzlich ab, da ein Bachelor-Abschluss berufsqualifizierend ist und Praktika grundsätzlich in die Zeit während des Studiums oder davor zur beruflichen Orientierung gehören. Ein Praktikum nach dem Studium kann trotzdem Sinn machen, wenn...

  • du während des Studiums keine Praktika gemacht hast und daher keine Berufserfahrung gesammelt hast.
  • sich deine Berufswünsche im Laufe des Studiums geändert haben und dein Studium oder vorherige Praktika nicht darauf ausgelegt waren.
  • dir das Praktikum einen Quereinstieg ermöglicht.
  • du die Zeit zwischen Bachelor und Master überbrücken möchtest.
  • das Praktikum gleichzeitig die Probezeit für eine Festanstellung ist.

Nach deinem Abschluss solltest du jedoch nicht mehr als ein Praktikum absolvieren. Mehr Praktika nach dem Studium können auf potenzielle Arbeitgeber wirken, als wüsstest du nicht, was du willst und es könnten Zweifel an deine Fähigkeiten entstehen.

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2. Wie profitierst du von einem Praktikum?

Eigentlich kannst Du von einem Praktikum nur profitieren! Auch wenn es dir nicht gefällt, hast Du etwas sehr aufschlussreiches gelernt: "In diesem Job oder in dieser Branche möchte ich definitiv nicht arbeiten." Weitere Vorteile eines Praktikums nach dem Studium haben wir dür dich hier bereitgestellt.

Vorteile eines Praktikums nach dem Studium

  • Kontakte knüpfen: In einem Praktikum kannst du immer Kontakte knüpfen, die für dich im späteren Berufsleben hilfreich sein können, denn es heißt nicht umsonst, dass das sogenannte „Vitamin B“ der Schlüssel zum Erfolg ist. Deshalb ist das netzwerken und kontakte Knüpfen ein wichtiger Punkt im Praktikum nach dem Studium. Du lernst neue Menschen kennen, die dir den Einstieg in deine Karriere erleichtern oder dir ein Sprungbrett in das perfekte Unternehmen oder den perfekten Job bieten.

    Während des Praktikums kommst du mit Menschen in Gespräche, die dir mehr über den Job im Unternehmen erzählen können und dir somit wertvolle Informationen und Ratschläge zum Job bzw. zum Unternehmen geben, die für dich später sehr hilfreich sind, wenn es darum geht, in welche Richtung du dich beruflich entscheiden wirst. Auch kommst du durch solche geknüpften Kontakte später leichter zu bestimmten Jobs, wenn es von beiden Seiten her passt – das heißt, wenn du im Praktikum gezeigt hast, dass du dich für bestimmte Themen sehr interessiert hast.

    Tipp: Um beispielsweise in Kontakt mit einem Unternehmen zu treten, was für dich sehr interessant ist.

  • Übernahme in eine Festanstellung: Bei einem Praktikum besteht sehr häufig die berechtigte Hoffnung auf eine anschließende Übernahme in eine Festanstellung. Eine Garantie dafür gibt es aber leider nicht. Wenn man jedoch einmal Fuß in einem bestimmten Unternehmen gefasst hat, fällt es leichter, in eine Festanstellung übernommen zu werden.

  • Erfahrungen sammeln: In einem Praktikum lernst du immer noch etwas dazu und erwirbst weitere Fähigkeiten, die für deine berufliche Zukunft von Vorteil sein können, denn Praxiserfahrungen sind das A und O. Ein Studium bringt meist nur die Theorie mit sich und im Praktikum oder generell im Berufsalltag lernt man die nötigen praktischen Kompetenzen dazu.

    Generell ist jedoch die Arbeitslosenquote für Akademiker nach dem Studium sehr gering, sodass in manchen Bereichen, wie zum Beispiel im IT-Bereich nur sehr wenige Praktika absolviert werden, weil Absolventen in diesen Bereichen sehr schnell eine Festanstellung finden. In anderen Bereichen, wie zum Beispiel in der Medienbranche sieht es etwas anders aus. Dort ist eine Festanstellung direkt nach dem Studium eher die Ausnahme und in diesem Bereich werden viel häufiger Praktika absolviert.

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3. Wie viel verdient man in einem Praktikum nach dem Studium?

In freiwilligen Praktika muss dir mindestens der Mindestlohn gezahlt werden, wenn das Praktikum länger als drei Monate dauert. Wirst du nach Mindestlohn bezahlt, entspricht das bei einer 40-Stunden-Woche einem Bruttogehalt von über 1.500,-- Euro im Monat. Davon musst du Sozialversicherungsbeiträge und Einkommensteuern entrichten. Dein Nettogehalt variiert je nach Steuerklasse und Freibeträgen. Die genauen Rechtsvorschriften findest du im § 22 Abs. 1 Mindestlohngesetz ( MiLoG). Jedoch kommt es auch noch auf einen Abschluss – Bachelor oder Master – an und je nachdem, wie viel Berufserfahrung du vorher schon gesammelt hast während deines Studiums oder in der Zeit davor.

Ebenfalls kommt es auf die Branche an, in der du das Praktikum nach dem Studium absolvieren möchtest und auch auf deinen Studiengang. Häufig kommt es auch auf die Schwerpunkte an, in denen du dich im Studium fokussiert hast. Generell ist ein Praktikum nie umsonst. Selbst wenn du ein Praktikum ohne Gehalt annimmst, wirst du viele Erfahrungen dadurch gewinnen. Ein Praktikum nach dem Studium kann ein großer Pluspunkt bei deinem Karriereeinstieg sein, zumal du mit erster Berufserfahrung bei deinem zukünftigen Arbeitgeber punkten kannst.

4. Was muss beachtet werden, wenn Leistungen nach dem SGB II bezogen werden?

Nach dem Abschluss eines Studiums ist es nicht ungewöhnlich, wenn du Sozialleistungen beziehst. Du musst schließlich überleben und solange du keinen festen Job hast, hast du auch kein Einkommen. Solltest du nach dem Studium allerdings ein Praktikum machen wollen und Leistungen nach dem SGB II beziehen, muss das mit dem Jobcenter abgeklärt werden.

  • Grundsätzlich wird es vom Jobcenter gerne gesehen, wenn sich ein Arbeitsuchender durch ein Praktikum auf dem neusten Stand halten und seine Kenntnisse erweitern möchte.
  • Wer ein Praktikum absolviert, steht der Vermittlung in den Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Das ist der Grund, weshalb ein Praktikum genehmigt werden muss. Außerdem kann ohne Genehmigung des Jobcenters der Anspruch auf das ALG II verloren gehen - zumindest für die Zeit des Praktikums. Achtung: Unter Umständen macht man sich sogar strafbar, wenn man dem Jobcenter ein Praktikum nicht anzeigt.
  • Für die Zeit des Praktikums wird zwischen dem Jobcenter und dem Praktikumsgeber ein Maßnahmenvertrag geschlossen. Dieser stellt andererseits sicher, dass der Arbeitslose sein ALG II weiter erhält und er andererseits beim Arbeitgeber gegen Arbeitsunfälle versichert ist. Damit handelt es sich bei dem Praktikum offiziell um eine Eingliederungsmaßnahme zur Eignungsfeststellung nach § 16 SGB II.
  • Zusätzlich zur Weiterzahlung der SGB II-Leistungen für die Dauer eines unbezahlten Praktikums, erstattet das Jobcenter auf Antrag die Fahrtkosten zur Praktikumsstelle und auch eventuell erforderliche Arbeitskleidung oder Arbeitsmittel, wenn diese nicht vom Arbeitgeber getragen werden.
  • Bei bezahlten Praktika wird die Praktikumsvergütung auf die SGB II-Leistungen angerechnet. Anrechnungsfrei hinzuverdienen darfst du aktuell, wie bei jeder anderen Beschäftigung im SGB II-Bezug, 165,-- EUR.
  • Sinngemäß gelten dieser Vorschriften auch, wenn du bereits Ansprüche auf Arbeitslosengeld I erworben hattest und dieses nach dem Studium beziehst. Die einzelnen Regelungen findest du dann im SGB III und dein Ansprechpartner ist die Agentur für Arbeit.

5. Welche Alternativen gibt es zum Praktikum?

Der optimale Weg, nach dem Studium im Berufsleben fußzufassen, ist natürlich, wenn du direkt eine Festanstellung findest in einem Beruf der zu dir passt, wenn du bereits genau weißt, in welche Richtung du dich später beruflich fokussieren möchtest.

  • Gelingt dir das nicht, kann ein Trainee-Programm eine sehr gute Möglichkeit sein, Berufserfahrung zu sammeln und auf eine Festanstellung hinzuarbeiten.

  • Wenn du beispielsweise bereits genau weißt, dass du nach deinem Studium oder vielleicht schon währenddessen ein Unternehmen gründen möchtest oder dich selbstständig machen möchtest, dann kann dir ein Praktikum eventuell nur in bestimmten Teilbereichen etwas helfen in Bezug auf deine Selbstständigkeit.

  • Weitere Optionen können für dich auch sein, einen Aushilfs- oder Vertretungsjob anzunehmen, in Teilzeit zu arbeiten oder auf Zeitarbeit zurückzugreifen.

  • Nach einem Studium bist du qualifiziert für die Ausübung eines Berufs. Ein freiwilliges Praktikum sollte daher nach dem Studienabschluss die Ausnahme sein und nur dann stattfinden, wenn es dir den Einstieg in das Berufsleben fördert. Ein Praktikum dient dazu, Kontakte zu knüpfen und Praxiserfahrung zu sammeln. Mehr als ein Praktikum solltest du jedoch nach dem Studium keinesfalls machen, wenn du dir nicht bereits sicher bist, in welche Richtung du dich fokussieren möchtest. Es gibt natürlich auch viele weitere Alternativen zum Praktikum nach dem Studium.

Andere Alternativen im Anschluss ans Studium zum Praktikum sind Auslandsaufenthalte und Reisen, bevor man schlussendlich in den Arbeitsalltag startet. Denn nach dem Studium ist sozusagen die „letzte Möglichkeit“ seine Freiheit noch zu genießen für eine bestimmte Zeit, denn später im Beruf hat man nur selten die Möglichkeit, für eine längere Zeit Urlaub zu nehmen oder sich einfach frei zu nehmen. Dazu gehören:

  • Work and Travel:

    Wenn du dich vielleicht nach dem Abitur nicht getraut hast oder deinen Horizont im Anschluss ans Studium mit einem Auslandsaufenthalt erweitern möchtest, ist Work und Travel nach dem Studium eine super Alternative, um ein anderes Land (beispielsweise Australien oder Neuseeland) kennen zu lernen, dort ein wenig zu reisen und die Kultur kennen zu lernen und regional etwas zu arbeiten. Dort gibt es sehr viele Möglichkeiten in sehr vielen Ländern, um Work and Travel zu machen und du kannst dir selber einteilen, wie lange du im Ausland verbringen möchtest zum Reisen und arbeiten.

  • Reisen / Backpacking:

    Wenn du generell ein bisschen Reisen möchtest um ein Land kennen zu lernen, bevor du schlussendlich ins Berufsleben startest, ist nach dem Studium die beste Zeit dazu! Auch wenn du eventuell vorhast, alleine ein Land zu bereisen, lernst du schnell andere Backpacker kennen, mit denen du ein bestimmtes Land erkunden kannst. Backpacking macht auch Sinn, wenn du sowieso gerade ein Auslandssemester absolviert hast und dich die Reiselust gepackt hat. Dies macht sich auch tatsächlich im Lebenslauf gut, denn dadurch zeigst du, dass du ein offener Mensch bist und erwirbst nebenbei noch interkulturelle Kompetenzen.

Weitere sinnvolle Alternativen zum Praktikum nach dem Abschluss sind ehrenamtliche Tätigkeiten, wie zum Beispiel soziales Engagement in Alten- und Seniorenheimen, sowie beim Roten Kreuz oder in Krankenhäusern. Zum Ehrenamt gehören auch auf dein Studium bezogen noch Fachschaften oder Studienausschüsse, wo man beim Planen von Semester- und Studentenparties mithilft und wo man beim Organisieren von verschiedenen Events rund um das Studium Tätigkeiten übernehmen kann.

Außerdem sind neben Praktika nach dem Studium auch zur Überbrückung bis zu einer richtigen Festanstellung auch bestimmte weiterbildende Kurse und Maßnahmen eine sinnvolle Alternative – vor allem wenn du sie später auch im Berufsleben gebrauchen kannst. Dazu gehören beispielsweise:

  • IT-Fortbildungskurse
  • SAP-Kurse
  • MS-Office-Kurse
  • Sprachkurse
  • Business-Kurse
  • Präsentationstechnik-Kurse

Nach erfolgreicher Teilnahme an solchen Kursen kannst du dir ein Zertifikat ausstellen lassen, welches du zusätzlich in Bewerbungsgesprächen als ein weiteres Plus verzeichnen kannst, denn damit zeigst du deinem potentiellen Arbeitgeber, dass du interessiert bist, Neues zu lernen und deine Eigeninitiative wird dadurch nochmal unterstrichen.

Alles in allem lässt sich abschließend sagen, dass du viele Möglichkeiten nach dem Studium hast, die dich später im Berufsleben voranbringen. Und ob ein Praktikum nach dem Abschluss für die die beste Alternative ist, musst du persönlich für dich herausfinden. Wenn du beispielsweise genau weißt, in welchem Job du dich später nach dem Studium wiederfinden möchtest, dann macht es wahrscheinlich nur Sinn, in dem Bereich ein Praktikum zu absolvieren, indem du später arbeiten möchtest, wenn du dort noch keine Festanstellung gefunden hast .

Quellen:

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