Empathie Alle Infos zu Empathie für Karriere und Beruf

Empathie kann ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Karriere sein, denn wer empathisch ist, kann sich in andere hineinversetzen und dadurch emotional vorausschauend auf seine Mitmenschen reagieren. Die drei verschiedenen Arten der Empathie sind wichtige Persönlichkeitsmerkmale und gehören zu den charakterlichen Stärken und zur persönlichen Reife. Empathie kann aber auch zur Manipulation missbraucht werden.

Empathie – Die Fähigkeit, sich in andere hinein zu versetzen.

Alle Infos zu Empathie für Karriere und Beruf

Empathie kann ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Karriere sein, denn wer empathisch ist, kann sich in andere hineinversetzen und dadurch emotional vorausschauend auf seine Mitmenschen reagieren. Die drei verschiedenen Arten der Empathie sind wichtige Persönlichkeitsmerkmale und gehören zu den charakterlichen Stärken und zur persönlichen Reife. Empathie kann aber auch zur Manipulation missbraucht werden.

1. Was ist Empathie?

Wer empathisch ist, kann sich in die Motive, Gedanken und Gefühle, Emotionen und Persönlichkeitsmerkmale anderer Personen hineinversetzen, sie erkenne, verstehen und nachvollziehen. Auch zur Empathie gehört, darauf angemessen reagieren zu können. Häufig genutzte Synonyme sind z. B. Feingefühl, Mitgefühl, Empfindsamkeit, Einfühlungsvermögen, Anteilnahme oder auch Sensibilität.

Empathie als Kompetenz - Beispiel

Empathie bedeutet:

  • mit den Augen des anderen zu sehen,
  • mit den Ohren des anderen zu hören,
  • die Gefühle des anderen zu empfinden.

Empathie gilt als eine der wichtigsten Managementkompetenzen, denn was Kunden, Partner oder Mitarbeiter denken und fühlen bzw. welche Absichten sie haben, ist meist nicht offensichtlich.

2. Die drei Arten der Empathie

In zwischenmenschlichen Beziehungen kann es immer wieder vorkommen, dass dem Gegenüber fehlende Empathie unterstellt wird. Die Ursache kann sein, dass die eine Person eine besonders ausgeprägte Empathie der einen Art hat, die andere aber eine andere Art besonders gut beherrscht. Dadurch kann es zu Missverständnissen und auch zu Enttäuschungen kommen. Die Empathie, die man selbst besonders gut beherrscht, hat also einen großen Einfluss darauf, wie wir andere Menschen wahrnehmen. Es gibt sowohl die kognitive und emotionale – als auch die soziale Empathie.

1. Emotionale Empathie

Emotionale Empathie ist besonders wichtig für die die Gestaltung vertrauensvoller und gut funktionierender zwischenmenschlicher Beziehungen. Sie ermöglicht es dir, so zu fühlen, wie dein Gegenüber es tut und Empathie und Mitgefühl zu zeigen und angemessen auf die Gefühle anderer zu reagieren. Dadurch wird der Zusammenhalt gestärkt.

2. Kognitive (mentale) Empathie

Kognitive Empathie ermöglicht es dir, Emotionen zu erkennen und die Gefühlswelt deines Gegenübers zu verstehen und nachzuempfinden. Dazu gehört auch, nonverbale oder indirekte Botschaften, wie sie z. B. die Körpersprache vermittelt, zu entschlüsseln. Ohne kognitive Empathie kann man kaum erfolgreiche Verhandlungen führen oder Konflikte konstruktiv lösen. Kognitive Empathie stärkt das Verantwortungsbewusstsein und fördert eine erfolgreiche vorausschauende Planung.

3. Soziale Empathie

Ohne über soziale Empathie zu verfügen, wird man kein Gespür dafür entwickeln, wie eine produktive Unternehmenskultur oder Teamgeist geschaffen werden kann. Über soziale Empathie zu verfügen, bedeutet, sich auf Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen, Altersgruppen sowie verschiedene Temperamente und Charaktere einstellen zu können. Sie macht es also möglich, das Verhalten komplexer Systeme zu verstehen und auch, sie zu beeinflussen. Im Falle eines Unternehmens muss ein Geschäftsführer in der Lage sein zutreffend abzuschätzen, wie sich eine Entscheidung über alle Hierarchieebenen hinweg auswirken wird. Gute Teamleiter haben oft eine Intuition dafür, wie sie den Teamgeist fördern können.

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3. Was ist das Gegenteil von Empathie?

Da Gegenteil von Empathie ist nicht so einfach zu erklären, denn unter Apathie wird die allgemeine Teilnahmslosigkeit verstanden. Daher wird als Gegenteil der Empathie häufig auf Narzissmus oder starken Egoismus verwiesen. Narzisstischen bzw. egoistischen Persönlichkeiten fehlt es zwar oftmals an Empathie, sie stellen aber nicht das Gegenteil eines empathischen Menschen dar, denn auch ein Narzisst kann die Emotionen anderer Menschen erkennen, tut dies aber beispielsweise, um sein Umfeld zu manipulieren.

4. Empathie und emotionale Intelligenz

Emotionale Intelligenz umfasst den Umgang mit sich selbst und auch mit anderen Menschen. Sie ist der Sammelbegriff für eine Vielzahl an Kompetenzen neben der Empathie:

  • Kommunikationsfähigkeit: Die Fähigkeit, Botschaften klar und deutlich zu formulieren und die Botschaften von anderen zu interpretieren.

  • Soziale Kompetenz: Die Fähigkeit, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.

  • Motivationsfähigkeit: Die Fähigkeit, sich und andere zu begeistern. Emotional intelligente Menschen verfügen über eine besonders hohe Frustrationstoleranz.

  • Selbstkontrolle: ermöglicht einem, die eigenen Emotionen nicht nur zu erfassen, sondern sie auch zu steuern.

  • Selbstbewusstsein: das Bewusstsein für die eigenen Stärken und Schwächen, im Zusammenhang mit der emotionalen Intelligenz ist auch gemeint, dass man sich selbst gut kennt.

5. Welche Vor- und Nachteile der Empathie

Überall dort, wo du mit Menschen zu tun hast, kannst du Vorteile aus deiner Empathie ziehen. Nachteile deiner Empathie entstehen häufig, wenn es dir nicht gelingt, dich abzugrenzen.

Vorteile der Empathie

  • Empathie hilft dir dabei, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen, denn als empathischer Mensch kannst du dich in dein Gegenüber hineinversetzen. Dadurch bist du in der Lage, die Sorgen und Nöte nachzuempfinden, aber auch seine Freude zu teilen. Wenn Menschen empathisch sind, verfügen sie über eine großartige Eigenschaft, um ihrem Umfeld angemessen und gerecht zu begegnen zu können.
  • Besonders nützlich ist Empathie natürlich in Führungspositionen, wo sie häufig erheblichen Einfluss auf das Mitarbeiter- Vorgesetzten-Verhältnis hat – und damit auch auf die Arbeitsergebnisse.
  • Empathische Menschen sind beliebte Geschäftspartner, weil sie anteilnehmen und hilfsbereit sind. Sie wirken sympathisch.
  • Deine Überzeugungskraft steigt, je besser du um die Wirkung deiner Worte, deiner Körpersprache und deines Verhaltens weißt.
  • Deine empathischen Fähigkeiten kannst du besonders in Verhandlungen nutzen, um die Position deines Gegenübers zu interpretieren und darauf zu reagieren.
Empathie und Mitgefuehl Zitat von Johann Wolfgang von Goethe

Nachteile der Empathie

  • Übermäßig ausgeprägt kann Empathie dazu führen, dass die Gefühle der anderen die eigenen Empfindungen überlagern. So kann es passieren, dass du die Gefühle deines Gegenübers übernimmst und nicht bei dir selbst bleiben kannst.
  • Empathischen Menschen gelingt es nicht immer, ihre eigenen Bedürfnisse im Auge zu behalten und ihre eigenen Bedürfnisse vor die an sie herangetragene Wünsche oder erfühlte Nöte anderer zu stellen.
  • Eine hohe Empathie kann dazu führen, dass du ausgenutzt wirst. Daher ist es besonders wichtig, dass du lernst nein zu sagen und dir einen gesunden Egoismus aneignest.

6. Empathie kannst du lernen!

Sei offen. Wenn du unvoreingenommen auf andere zugehst, wirst du leichter eine Beziehung aufbauen können. Nur wenn du dir ein eigenes Bild von jemandem machst, kannst du gute Eigenschaften an ihm erkennen, vor allem, wenn dir bereits ein vorgefertigtes Bild präsentiert wurde. Nur wenn du offen bist, kannst du dich auf die Emotionen anderer Menschen einlassen und so die Empathie lernen. Dabei ist es wichtig, dass du Gefühle zulässt und wahrnimmst und sie nicht unterdrückst oder ignorierst.

Nimm dir Zeit. Richtig empathisch wirst du nicht von jetzt auf gleich. Es braucht seine Zeit, bis du andere Persönlichkeiten und zwischenmenschliche Emotionen so gut kennst, dass du dich in sie hineinversetzen kannst. Besonders im beruflichen Umfeld ist es ratsam, den formellen Rahmen der reinen gemeinsamen Arbeitszeit zu verlassen und beispielsweise die Mittagspause mit den Kollegen zu verbringen oder einen Kaffee miteinander zu trinken.

Beobachte. Wer seine Mitmenschen einfach nur aufmerksam beobachtet, entwickelt automatisch ein besseres Verständnis für sie. Beim Beobachten erfährst du, welche Gewohnheiten deine Mitmenschen haben, wie sie in bestimmten Situationen auf welche Auslöser reagieren. Du bekommst mit, woran sie Arbeiten und ob z. B. der Typ am Schreibtisch in der Ecke morgens erstmal seinen Kaffee braucht, um überhaupt arbeiten zu können. Beim Beobachten erfährst du sehr viel über Menschen, ohne sie mit Fragen zu belagern und ihnen dabei unter Umständen sogar Fragen zu stellen, die sie verletzen und euer Verhältnis schädigen.

Zeige Interesse. Wer sich für seine Mitmenschen interessiert, kann ihre Emotionen leichter verstehen. Du solltest immer versuchen herauszufinden, was ihnen wichtig ist und was sie begeistert. Die meisten Menschen sprechen gerne über das, was ihnen Freude bereitet, z. B. ihre Hobbys. Wichtig ist, dass du aufmerksam zuhörst und herausfindest, welche Emotionen jemand mit welchem Thema verbindet. So kannst du auch Gemeinsamkeiten entdecken und das wiederum steigert die Sympathie füreinander.

Hinterfrage. Häufig entstehen Konflikte dadurch, dass eine Aussage von jemandem missverstanden wird. Etwas richtig zu verstehen, erfordert nicht nur aufmerksames Zuhören, sondern unter Umständen auch, dass man noch einmal nachfragt.

Drücke Verständnis aus. Personen, von denen man glaubt, dass sie einen verstehen, sind automatisch sympathisch. Wenn dir jemand von einem Erlebnis erzählt und du Verständnis dafür aufbringst, entsteht direkt eine Verbundenheit zwischen euch und du wirst dich tatsächlich besser in seine Lage hineinversetzen können.

7. Wie kann man herausfinden, ob jemand empathisch ist?

Adam Galinsky hat den sogenannten E-Test entwickelt, mit dem man spielend einfach kennen können soll, wie empathisch ein Gegenüber ist. Der E-Test ist fast eher eine Art Partyspiel, sieht völlig harmlos aus, kann dir aber viel über dein Gegenüber verraten. Der Test funktioniert folgendermaßen: Bitten dein Ihr Gegenüber, ein E auf die eigene Stirn zu malen. Malt die Person das E so, dass er das E vor seinem geistigen Auge lesen kann, ist das ein starkes Indiz dafür, dass sich diese Person nur für sich interessiert und wenig empathisch ist; malt sie das E aber spiegelverkehrt, sodass du es richtig herum lesen kannst, kannst du davon ausgehen, dass diese Person die Fähigkeit besitzt, die Welt auch von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten.

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