Kommunikationsfähigkeit im Beruf Wie kommuniziert man am Arbeitsplatz richtig?

Wie gut ist deine Kommunikationsfähigkeit? Wie kannst du diese ausbauen und wie integriert man seine Soft-Skills in Kommunikation am Besten in einer Bewerbung? ALPHAJUMP hat für dich alles rundum die Kommunikationsfähigkeit und Kommunikationsstärke zusammengefasst, sodass du es für deine Bewerbung und für deinen Job richtig nutzen kannst.

Soft-Skills: Kommunikationsstärke
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 11.12.2017 | Aktualisiert am: 13.08.2018

Kommunikationsfähigkeit im Beruf

Kommunizieren zu können ist mit eine der wichtigsten Fähigkeiten im Leben, egal ob im Beruf oder im privaten Leben; niemand kommt am Kontakt mit anderen Menschen vorbei. Abgesehen davon, dass kommunikationsstarke Menschen in wesentlich angenehmeren Gesprächen auch meist erfolgreichere Verhandlungsergebnisse erzielen, machen solche Gespräche auch Spaß. Die richtige Gesprächsstrategie mit kompetenten Aussagen und Ergebnisorientiertheit (und wahrscheinlich auch dem ein oder anderen Witz am Rande) führt zur Wertschätzung des Gegenübers und damit zu einer respektvollen und achtungsvollen Haltung.

1. Definition Kommunikationsfähigkeit Was ist Kommunikationsfähigkeit?

Kommunikationsfähigkeit bedeutet nicht, sein Gegenüber niederreden zu können oder diesem auf direkte Art und Weise klarzumachen, dass man hier der Starke ist und sich nichts gefallen lässt. Sie bedeutet nach Möglichkeit einen Konsens und eine zufriedenstellende Verhandlungsatmosphäre zu schaffen und durch Stringenz sowie taktische Argumentation ein – im Idealfall – vor allem für einen selbst zufriedenstellendes Ergebnis einzufahren. Hierbei bezieht sich die Kommunikationsfähigkeit natürlich auf Verhandlungen, aber auch in weniger ernsten und professionellen Gesprächen sollte man Kommunikationsfähigkeit beweisen.

Kommunikationsfähigkeit beweisen heißt, im Groben einfach nur, Gespräche ruhig und besonnen durch logische Zusammenhänge zu einem positiven Ergebnis zu führen, dass kann sich auch auf den wütenden Ehepartner beziehen, aber genauso auf den Vorgesetzten. Am wichtigsten: Immer cool bleiben, nicht hitzig werden und ganz bestimmt nicht den Gegenüber beleidigen.

Gerne wird die Kommunikationsfähigkeit mit der kommunikativen Kompetenz verwechselt, doch zwischen diesen beiden ähnlich klingenden Eigenschaften liegt schon ein essenzieller Unterschied. Eine kommunikationsstarke Person kann sich individuell auf seinen Gesprächspartner einstellen und weiß passende Konversationen zu führen. Eine kommunikative Person redet in den meisten Fällen viel und auch gerne, stellt sich aber weniger oder gar nicht auf sein Gegenüber ein.

Eine hohe Kommunikationsfähigkeit beinhaltet nicht nur die direkte Kommunikation mithilfe der Sprache, sondern auch die indirekte Kommunikation. Das bezieht sich dann zum Beispiel auf die Mimik, Gestik und die gesamte Körperhaltung während eines Gespräches. Allein schon verschränkte Arme können deinem Gegenüber indirekt vermitteln, dass du an dem Gespräch nicht interessiert bist.

2. Warum ist Kommunikationsfähigkeit im Beruf so wichtig?

Dein Arbeitskollege ist sauer, weil Du eine Frist nicht eingehalten hast und jetzt redet er wütend auf Dich ein. Die Frist konnte nicht eingehalten werden, weil einfach wichtigere Dinge auf Deinem Terminkalender standen, jetzt würde ein kommunikationsschwacher Mensch natürlich auf die Barrikaden gehen und selbst anfangen, lauthals zu diskutieren. Dieses Beispiel zeigt, wie eine schwächere Kommunikationsfähigkeit zu ernsteren Problemsituationen führen kann: Ein Gespräch, das sich immer weiter aufschaukelt und am Ende zwei mit zwei verstrittenen Parteien endet, hilft keinem weiter. Vor allem am Arbeitsplatz haben Streitigkeiten, die die Arbeitsmoral und damit das Endergebnis negativ beeinflussen, absolut nichts verloren.

Jemand der kommunikativ stärkere Fähigkeiten vorweist, hätte seinen Kollegen „ausschreien“ lassen, diesem dadurch seinen allgemeinen Respekt vermittelt und gleichzeitig Interesse an der Situation gezeigt (selbstverständlich muss das Interesse hier nicht unbedingt der persönlichen Überzeugung gleichen, um aber ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen, sollte man hier die langfristigen Ziele den impulsiven Gefühlen vorziehen). Hiermit sorgt man direkt zu Beginn dafür, dass sich der Kollege wenigstens etwas beruhigt, damit man ihm dann – in einem ruhigen Ton – um Verständnis der eigenen Situation bittet. Prioritäten mussten gesetzt und Entscheidungen getroffen werden, sodass diese Frist nicht eingehalten werden konnte. Zwar hilft diese Aussage nicht zur Fertigstellung des Projektes bei, man gibt dem Anderen aber zu verstehen, dass in diesem speziellen Fall wichtigere Dinge in dem Moment Vorrang hatten.

Was dazu in solch einer Situation hilft, wäre sein Gegenüber daran zu erinnern, dass man sich am Arbeitsplatz befindet und hier keine negative Aufmerksamkeit für beide Parteien erregen möchte. Leider wird dieses Beispiel nicht immer greifen, aber nüchtern gesehen kann der ruhig gebliebenen Partei kein Vorwurf gemacht werden, denn man hat alles gegeben um Verständnis zu erlangen.

Kommunikationsfähigkeiten Homer

Dieses Beispiel spricht Streitsituationen an, die „Verhandlungstaktik“ bleibt in professionellen Gesprächen aber ungefähr die Gleiche: Den Gegenüber ausreden lassen, seinen Standpunkt besonnen und ruhig klarmachen, dann diesen Standpunkt elaborieren um schlussendlich von der Richtigkeit seiner eigenen Situation zu überzeugen.

Die eigene Kommunikationsfähigkeit zu steigern kann ziemlich schwer sein. Solche Soft-Skills, zu denen beispielsweise auch Teamfähigkeit, Empathie oder Kritikfähigkeit gehören, kann man nicht von heute auf morgen erlernen oder verbessern. Wichtig ist, wenn du beispielsweise deine Kommunikationsfähigkeit verbessern möchtest, die ganze Sache nicht übers Knie brechen zu wollen. Eine sehr hilfreiche Methode zu Verbesserung deiner Kommunikationsfähigkeit, aber auch anderer Fähigkeiten, kannst du dir in diesem kurzen Video anschauen:

3. Wie stelle ich Kommunikationsfähigkeit in der Bewerbung dar?

In der Bewerbung Kommunikationsstärke zu zeigen gestaltet sich als etwas schwerer, vor allem im Lebenslauf. Im CV lässt sich diese fast gar nicht darstellen, es sei denn, Du hast einen Beruf gehabt bei welchem Kommunikation offensichtlich von Nöten war (zum Beispiel im Vertrieb, Außendienst oder als Lehrer). Wenn das nicht der Fall sein sollte, kannst Du unter einer „Skills & Fähigkeiten“ Sparte (beispielsweise vor oder nach den Hobbies) Kommunikationsstärke auflisten.

Im gesamten Bewerbungsprozess könntest Du, bevor Du die Bewerbung abschickst, bei der Personalabteilung der Firma anrufen und dich vorab schon kurz vorstellen (verschwende dabei aber nicht die Zeit Deines Gesprächspartners) und somit auch auf deine Bewerbung aufmerksam machen. Im kurzen Gespräch kannst Du immerhin Selbstbewusstsein und Eigeninitiative andeuten und durch deine Wortwahl vorab Kommunikationsstärke beweisen.

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