BWL Skills Welche Kompetenzen werden erwartet?

Was bedeuten Hard Skills und was bedeuten Soft-Skills. Welche braucht man davon nach dem BWL-Studium, bzw. welche werden erwartet. Wir haben das Thema für dich zusammengefasst. Schau dir an, wenn Skills du unbedingt haben musst.

Kompetenzen in BWL
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 16.12.2017 | Aktualisiert am: 22.10.2018

Was sind die BWL Skills?

Betriebswirtschaftslehre ist sowohl bei Frauen, als auch bei Männern der beliebteste Studiengang. Der Studiengang zielt darauf ab, die Studenten auf Führungsaufgaben vorzubereiten. Daher werden im BWL-Studium nicht nur die fachlichen Kompetenzen vermittelt, um in einem betriebswirtschaftlichen Beruf zu arbeiten, sondern auch personenbezogene Kompetenzen.

Hard Skills werden auch harte Faktoren genannt und sind die Fähigkeiten, die du durch deine (fachspezifische) Ausbildung erlernst, also durch

  • Schule,
  • Berufsausbildung
  • Studium und/oder
  • Weiterbildung.

Der Begriff umfasst also all das, was mit dem eigenen Fachschwerpunkt zu tun hat. Dazu zählen das Fachwissen selbst, aber auch z. B. die damit verbundenen Vorgaben, Abläufe, Strukturen, Sicherheitsvorkehrungen und -bestimmungen. Hard Skills sind jederzeit durch verliehene Auszeichnungen, erhaltene Zeugnisse oder Tests nachweisbar. Die Bedeutung von Soft Skills im Berufsalltag wird gerne unterschätzt aber genau das sind die Fähigkeiten, die die Kollegen und auch den Chef dauerhaft von dir überzeugen. Soft Skills beziehen sich auf die Persönlichkeit der betreffenden Person und umfassen Fähigkeiten wie z. B.

Bei den Soft Skills stehen also die soziale Kompetenz und das methodische Agieren im Mittelpunkt, aber auch die Körpersprache ist ein wichtiger Aspekt.

1. Die wichtigsten Voraussetzungen, um im BWL-Studium erfolgreich zu sein

Damit du herausfinden kannst, ob ein BWL-Studium wirklich zu dir passt, haben wir die wichtigsten Voraussetzungen, die du für ein BWL-Studium mitbringen musst, zusammengefasst:

  1. Für ein studium benötigst du als Zulassungsvoraussetzung in der Regel das Abitur oder eine fachgebundene Hochschulreife des jeweiligen Fachgebiets. Den Zugang zum Studium können dir aber auch andere Qualifikationen eröffnen, z. B. eine fachbezogene abgeschlossene Berufsausbildung mit einer Mindestdauer an Berufserfahrung, ein Abschluss als Betriebswirt von einer Fachschule, ein Meister- oder Fachwirttitel. Außerdem bieten einige Universitäten und Hochschulen auch Eignungsprüfungen an.
  2. Der Numerus Clausus ist eine Zulassungsbeschränkung und besteht an vielen Unis und Hochschulen für BWL-Studiengänge. Dieser NC wird von jeder Hochschule individuell festgelegt, weil regelmäßig mehr Bewerber vorhanden sind als Studienplätze und liegt meist zwischen 2,5 und 3,5. Der NC-Wert drück aus, welche (i. d. R.) Abiturdurchschnittsnote oder wie viele Wartesemester (Semester ohne Einschreibung seit Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung) die letzte zugelassene Person aufweist. Wie die Auswahl vorgenommen wird, wird durch die Hochschulen in eigenständigen Satzungen geregelt. Der Abiturdurchschnittsnote muss aber immer maßgebliche Bedeutung zukommen. Genauere Informationen bekommst du direkt bei der jeweiligen Uni oder Hochschule.
  3. Natürlich spielen Fleiß und Lernbereitschaft eine entscheidende Rolle. Im BWL-Studium musst du viel (auswendig) lernen und auch im Berufsleben wird von dir erwartet, dass du an Schulungen und Weiterbildungen teilnimmst. Daher solltest du auch Selbstdisziplin und die Fähigkeit, dich selbst zu motivieren, besitzen.
  4. Ohne Interesse an wirtschaftlichen und sozialwirtschaftlichen Themen, solltest du dir lieber einen anderen Studiengang aussuchen. Genau diese Themen werden dein Studium und auch deine spätere Tätigkeit bestimmen.
  5. Um Mathematik kommst du im BWL-Studium nicht herum – und zwar in all ihrer Pracht. Du solltest also unbedingt mathematisch und logisch denken können, über analytische Fähigkeiten und Abstraktionsvermögen verfügen.
  6. Fremdsprachenkenntnisse sind unumgänglich. Besonders in Englisch solltest du sehr fit sein. Viele der Fachtexte werden nicht ins Deutsche übersetzt und es wird erwartet, dass du trotzdem damit arbeiten kannst. Weitere Fremdsprachen zu beherrschen, ist natürlich ebenfalls von Vorteil. Betriebswirte arbeiten häufig auf internationaler Ebene. Daher solltest du spätestens, wenn du dich für einen Job bewirbst, noch mindestens eine weitere Sprache sprechen.
  7. Für ein Betriebswirtschaftsstudium und vor allem für deinen späteren Beruf, solltest du Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft mitbringen. Trotzdem ist Teamfähigkeit gefragt. Du musst du gut im Team arbeiten können, aber auch Teams leiten können.
  8. Um in Vorstellungsgesprächen und vor allem in späteren Gesprächen mit Geschäftspartnern zu überzeugen, ist kommunikatives Talent gefragt. Als Betriebswirt solltest du kein Problem damit haben, vor einigen fremden Menschen zu reden, z. B. um deine Idee vorzustellen. Dabei solltest du gut argumentieren und selbstbewusst auftreten können.

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2. Welche Hard Skills werden im BWL-Studium vermittelt?

In den ersten Semestern erwerben die Studenten die Grundkompetenzen der Betriebswirtschaft. Diese Grundkompetenzen umfassen vor allem:

  • Marketing
  • Finanzierung
  • Personalwesen
  • Personalmanagement

Du wirst also direkt an eine spätere Position im Management herangeführt und lernst,

  • wie man einen Betrieb möglichst ökonomisch leitet
  • wie sich Löhne und Gehälter zusammensetzen
  • wie die finanzielle Steuerung eines Betriebs abläuft
  • was Risikomanagement ist
  • wie Buchführung funktioniert und
  • was du zum Thema Steuern wissen musst.

Vertieft werden deine fachlichen Kompetenzen der BWL im Schwerpunktbereich mit Inhalten aus z. B. dem Management, Wirtschaftsgeographie oder Wirtschaftsinformatik, aber auch durch Sprachen.

3. Wo und wie kann man Soft Skills erlernen?

Viele Universitäten und Hochschulen bieten bereits Soft Skills-Seminare, -Workshops oder ganze (Pflicht-)module zum Erlernen von Soft Skills für ihre Studierenden an. Diese können z. B. folgende Inhalte haben:

  • Selbst- und Zeitmanagement
  • Kommunikation- und Gesprächsführung
  • Konfliktmanagement
  • Präsentationstechniken
  • Moderationstechniken

4. Erweiterung der Schlüsselkompetenzen durch ein Auslandssemester

BWL ist kein regionales Thema. Viele Unternehmen agieren weltweit und erwarten von ihren Mitarbeitern, über den Tellerrand zu schauen. Daher solltest du, sofern es dir irgendwie möglich ist, während deines BWL-Studiums für ein Semester im Ausland zu studieren. Du bekommst dabei nicht nur einen Tapetenwechsel, sondern erwirbst auch neues fachliches Wissen:

  • Du lernst eine andere Kultur kennen.
  • Du knüpfst neue, internationale Kontakte.
  • Du siehst die Betriebswirtschaftslehre aus einer anderen Perspektive.
  • Du verbesserst deine Sprachkenntnisse oder erlernst eine neue Fremdsprache.

Ein Auslandssemester wertet aber vor allem deswegen deinen Lebenslauf auf, weil du währenddessen auch einige Soft Skills erwerben und/oder ausbauen wirst, z. B.:

Wissensquelle Praktikum

Besonders im BWL-Studium sind Praktika der Schlüssel zum Erfolg. In einem Praktikum kannst du sowohl fachliche Kompetenzen erwerben, die dir im Studium niemand beibringt, du wirst aber während eines Praktikums auch an deinen Soft Skills arbeiten. Du kannst außerdem Kontakte knüpfen, die für deine spätere berufliche Laufbahn von Vorteil sein können. Hast du im Praktikum einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen, verbessert das deine Chancen bei einer späteren Bewerbung in dem Unternehmen – genauso wie ein gutes Praktikumszeugnis bei einer Bewerbung in einem anderen Unternehmen. Eine gute Möglichkeit, sich von anderen BWL-Studenten abzugrenzen, ist ein Praktikum bei einem Unternehmen im Ausland zu machen.

5. Spezialisierung der fachlichen BWL-Kompetenzen im Masterstudium

Gerade im Bereich der Betriebswirtschaftslehre ist ein Masterstudiengang sehr zu empfehlen. Bei der Masse an BWL-Studenten wirst du dich nur durch eine Spezialisierung auf einen bestimmten Fachbereich behaupten können – und natürlich durch gute Leistungen. Erfreulicherweise sind die Möglichkeiten für ein Masterstudium in der BWL sehr breit gefächert. Du kannst z. B. zwischen Studienschwerpunkten wie

  • Controlling
  • Marketing oder
  • Management

wählen, sogar mit Bezug zu einer bestimmten Branchen, wie z. B. der Logistik oder dem Gesundheitswesen. Dein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Spezialisierung sollte sein, welcher Schwerpunkt dir im Grundstudium besonders gut gelegen hat.

6. Welche anderen Kompetenzen können sich positiv auf deine Karriere auswirken?

BWL hat fachliche Grenzen. Daher ist es im Berufsleben besonders wichtig, über gut ausgebaute Soft Skills zu verfügen. In vielen Tätigkeitsbereichen sind besonders

  • eine gute Intuition
  • Kreativität
  • Phantasie
  • Leidenschaft
  • Neugier
  • Mut
  • Offenheit
  • Risikobereitschaft

gefragt. Immer wichtiger werden außerdem ausgeprägte Kommunikations- und Medienkompetenzen.

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