Mietvertrag für Studenten Hier gibt’s alle wichtigen Infos rund um das Mieten

Es ist ein großer Schritt, endlich von zu Hause auszuziehen und seine eigenen vier Wände zu haben. Gleichzeitig muss man aber auch viel Verantwortung übernehmen, dies beginnt direkt mit der Unterzeichnung des Mietvertrages. Wir zeigen dir, worauf du unbedingt vorher achten musst.

Mietvertrag

Der Mietvertrag ist oft kompliziert und undurchsichtig geschrieben – nicht jeder von uns studiert oder hat Ahnung von Jura und oft herrschen Missverständnisse über das, was Vermieter und Mieter gesetzlich machen dürfen oder nicht. Aber kein Stress – wir verraten Dir in unserer Checkliste, was Du beachten musst und was in einem Mietvertrag stehen darf, kann und muss.

1. Beschreibung der Wohnung/des Zimmers

Versichere Dich auf jeden Fall, dass sämtliche Mietparteien, d.h. sämtliche Deiner WG-Mitbewohner (falls Du in eine WG einziehst) oder evtl. zum Beispiel Dein/e Freund/Freundin, im Vertrag genannt werden. Wenn das nicht der Fall ist, könnte Dir vorgeworfen werden, dass Du ohne die Erlaubnis des Mieters Dritte in die Wohnung einziehen lässt und der Vermieter könnte Dir eine Abmahnung oder sogar eine Kündigung zukommen lassen. Minderjährige Kinder müssen nicht namentlich im Vertrag genannt werden, jedoch muss die Anzahl derer angegeben, und im Falle einer Geburt dem Vermieter Bescheid gesagt werden.

2. Angaben zum Mieter

Praktikumsstellen sind im Endeffekt den Werkstudententätigkeiten sehr ähnlich, der Unterschied hierbei ist nur, dass Du in den meisten Fällen in einer Vollzeit-Anstellung stehst und das Praktikum wahrscheinlich in den Semesterferien oder in einem Praktikumssemester vollziehst. Das Gehalt ist hierbei verhandelbar, aber selten im vierstelligen Bereich – realistisch hierbei sind eher 500-800 EUR monatlich. Bedenke: kein Gehalt ist in Stein gemeißelt, oft lohnt es sich dem potentiellen Arbeitgeber bei der Gehaltsverhandlung vorzuschlagen, die ersten Wochen (1-3) unentgeltlich zu arbeiten um nach dieser Zeit noch einmal über das Gehalt zu sprechen. Kaum ein Arbeitgeber wird zustimmen, Dich ohne Bezahlung arbeiten zu lassen – der Eindruck zählt und vielleicht lassen sich dadurch ein paar hundert Euro monatlich dabei gutmachen.

3. Index- oder Staffelmiete

Eine Staffelmiete bedeutet, dass der Mietpreis in vereinbarten Zeiträumen zu einem vereinbarten Betrag oder einer Prozentzahl regelmäßig ansteigt. Bei der Indexmiete steigt der Preis parallel zu den Lebenshaltungskosten. Der Vorteil für Dich bei diesen Mieterhöhungen ist, dass die zu erwartende Mehrkosten eingeplant werden können (vorteilhaft wenn plötzlich die Mieten in der Gegend unverhältnismäßig ansteigen). Auf der anderen Seite könntest Du aber auch Pech haben und später mehr zahlen, als es bei einem normalen Mietvertrag der Fall wäre und die Preise oberhalb des späteren Mietspiegels liegen dürfen.

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4. Stimmt der Mietpreis?

In den meisten größeren Städten kann eine Auskunft über den Mietspiegel der Stadt bei der zuständigen Gemeinde angefordert werden, bei Neuvermietungen in Städten ohne Mietpreisbremse kann der Preis um einiges über dem Mietspiegel liegen, falls eine Bremse vorhanden ist, nur maximal 10 Prozent über dem Mietspiegel.

5. Kündigungsausschlussklausel

Achte darauf, dass eine solch eine Klausel nicht existiert: man könnte bspw. vereinbaren, dass innerhalb eines gewissen Zeitraums (z.B. bis 2 Jahre nach Vertragsabschluss) beide Parteien – Mieter und Vermieter – auf eine Kündigung des Vertrages verzichten. Der Vermieter kann dem Mieter nur kündigen, wenn ein gesetzlicher Grund hierzu besteht, aber als Mieter kann man, ohne diese Kündigungsausschlussklausel, jederzeit mit der dreimonatigen Frist kündigen.

6. Befristeter oder Unbefristeter Vertrag?

Bei zeitlich befristeten Mietverträgen muss immer ein Befristungsgrund genannt werden (z.B. Eigenbedarf des Vermieters ab einem bestimmten Zeitpunkt). Der Nachteil bei befristeten Verträgen: Der Mieter kann das Mietverhältnis nicht vorzeitig kündigen und muss zum vereinbarten Termin ausziehen. Fehlt aber der Befristungsgrund (selbst wenn im Vertrag eine Befristung mit einem Zeitpunkt angegeben wird), ist diese Befristung nichtig und aus dem befristeten Vertrag wird automatisch ein unbefristeter – bei dem der Mieter nach Ablauf der Frist nicht ausziehen muss und eine dreimonatige Frist vor Auszug beansprucht wird.

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