Motivation im Studium So findest du deine Motivation wieder

Du hast einen Tiefpunkt in deinem Studium und fragst dich, ob du nicht doch dein Studium abbrechen oder wechseln solltest. Mit unserer Hilfe findest du heraus, ob das Ganze einfach nur eine Phase ist und wie du wieder motiviert studieren kannst
Motivation im Studium
Verfasst von: Redaktion | Artikel vom: 17.07.2017 | Aktualisiert am: 12.08.2019

Tipps zur Motivation im Studium

Nach den Semesterferien wird alles besser. So oder so ähnlich hört sich das an, wenn man neue Motivation für sein Studium sucht. Aber was ist, wenn man sich nicht mehr aus seinem tief befreien kann? Man hat keine Lust morgens aufzustehen, schwänzt Vorlesungen und schiebt Hausarbeiten und Klausuren unnötig vor sich her. Die meisten Studenten erleben diese Phase im Studium, meistens im 3. Oder 4. Semester. Negative Gedanken sind noch lange kein Grund zur Panik, jedoch sollte man herausfinden, woher das Motivationstief kommt und wie man neue Motivation für das weitere Studium finden kann.

1. Motivationsprobleme im Studium - Phase oder Dauerzustand?

Die entscheidende Frage bezüglich deiner mangelnden Motivation im Studium sollte sein, ob sie nur eine Phase oder ein Dauerzustand ist. In den ersten zwei Semestern hattest du viel Spaß, jetzt kommen aber ein paar Vorlesungen, die dich überhaupt nicht interessieren? Auch darauf, eine Hausarbeit schreiben zu müssen hast du keine Lust? Das ist völlig legitim. Fächer und Prüfungen vor dir her zu schieben bringt dir hier aber natürlich auch nichts. Absolvieren musst du sie so oder so. Gestaltet sich dein Motivationstief als Dauerzustand, solltest du dem auf den Grund gehen.

Bist du noch motiviert im Studium?

Wir haben dir ein paar Fragen rausgeschrieben, die dir als Anhaltspunkt dienen können:

  • Interessiert dich ein Großteil der Veranstaltungen und kannst du dir vorstellen, in diesem Bereich einmal zu arbeiten?

  • Kannst du den Vorlesungen folgen und den Stoff zu Hause selbstständig aufarbeiten?

  • Fühlst du dich in der Uni wohl und freust dich deine Kommilitonen zu sehen?

  • Ist dir dein Studium wichtiger als dein Nebenjob?

  • Fallen deine Prüfungsergebnisse so aus, wie du Zeit und Arbeit in die Prüfungsvorbereitung gesteckt hast?

  • Fühlst du dich dem Prüfungsdruck gewachsen?

  • Schaffst du es, Freizeit und Studium nachzugehen?

Hast du den Großteil dieser Fragen mit Nein beantwortet, solltest du dir ernsthaft Gedanken machen, ob der Studiengang die richtige Wahl ist. Den falschen Studiengang wählen rund ¼ aller Studierenden und es ist absolut nichts Verwerfliches daran, ein Studium abzubrechen. Ganz im Gegenteil sogar ist es viel schlimmer, sich durchs Studium zu quälen und über 40 Jahre in einem Beruf zu arbeiten, der dir keine Freunde bereitet.

Konntest du den Großteil deiner Fragen mit Ja beantworten, besteht allerdings kein Grund zur Sorge. Deine mangelnde Motivation ist wahrscheinlich nur eine Phase, die du mit ein paar Tricks überwinden kannst. Wenn du dranbleibst, zeigen wir dir ein paar dieser Motivationsbooster!

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2. Fünf Tipps gegen Demotivation im Studium

Nach jedem Tief kommt ein Hoch, oder wie war das? Hat dich mal wieder ein Motivationstief im Studium erreicht, können dir die besten Tipps neue Motivation zum Lernen verschaffen.

Was kann gegen Demotivation helfen?

  • Tipp 1: Semesterplan fürs Studium erstellen: Kurse werden nicht angeboten, die Vorlesungszeiten passen nicht zu den Arbeitszeiten oder das Vorlesungsangebot interessiert dich nicht. Alles Gründe, aufgrund derer du gar keine Lust hat, dich mit dem neuen Semester zu beschäftigen.

    Je schneller dieses Problem jedoch beseitigt ist, umso einfacher geht das Semester von der Hand. Du solltest deshalb immer das große Ganze im Blick haben. Erstelle dir einen Semesterplan, auf dem eben nicht nur die für dich uninteressanten Module, sondern auch die spannenden Inhalte zu sehen sind. Wenn du siehst, dass nach einem lahmen Semester coole Inhalte auf dich warten, ist das Ganze nur noch halb so schwer!

  • Tipp 2: Für dich selbst studieren: Ein Faktor, der vielen Studenten das Leben schwermacht, ist das Konkurrenzverhalten. Du musst im Studium unbedingt lernen, dich frei von den Leistungen der anderen zu machen. Wie überall wird es jemanden geben, der gefühlt besser oder schlechter ist als du. Da du aber für dich selbst studierst, musst du dich damit nicht befassen. Du willst besser sein? Prima! Mache das aber nicht von den Leistungen deiner Kommilitonen abhängig.

    Dein Studium wird dir wesentlich leichter fallen, wenn du dein Pensum kennst und nach deinen eigenen Maßstäben studierst.

  • Tipp 3: Probleme im Keim ersticken: Im Laufe des Studiums steht wahrscheinlich ein jeder Student vor den unterschiedlichsten Problemen. Hat sich erstmal ein ganzer Berg angehäuft, wird es schwieriger, diesen abzutragen Die Probleme vor sich herzuschieben ist deshalb auch hier nicht des Rätsels Lösung. Gehe sie stattdessen sofort an und ersticke sie im Keim. So hast du schnell wieder freie Bahn und den Kopf wieder frei.

    Fällt es dir schwer Probleme anzugehen oder weißt du nicht recht wie du sie lösen kannst? Freunde oder Familienmitglieder um Hilfe zu bitten tut nicht weh! Außerdem hat eine Außenstehende Person einen viel objektiveren Blick und zeigt dir vielleicht, dass das Problem kleiner ist, als es dir erscheint.

  • Tipp 4: Erfolge im Studium feiern: Du hast die Klausurphase überstanden, in der Mathematikprüfung mit einer guten Note abgeschnitten oder deine mündliche Prüfung besser gemeistert als gedacht? Das sind alles Gründe zu feiern!

    Ob du nun mit Freunden was trinken gehst, dir was Schönes kaufst oder dir seit langem mal wieder ein Eis gönnst ist ganz egal. Die Hauptsache ist, dass du deine Erfolge feierst. Hast du dein Ziel erreicht? Wenn du dich dafür belohnst, macht das Ganze doch viel mehr Spaß!

  • Tipp 5: Zukunftspläne im Studium schmieden: Oft fehlt es im Studium an Motivation, weil man nicht weiß, was man mit dem Studium anfangen möchte. Dafür hilft es, bereits im Studium nach Unternehmen und Jobs Ausschau zu halten, die einen brennend interessieren. Im besten Falle bietet das Traumunternehmen ein Praktikum für die Semesterferien an und das Studium bewährt sich bereits.

    Pläne sind dafür da, um geändert zu werden – an diesem Sprichwort ist einiges wahr aber auf der anderen Seite können Pläne sehr motivierend sein und einen schneller ans Ziel befördern.

3.Motivationskiller im Studium

Neben Tipps und Techniken, mit denen man sich motivieren kann, gibt es natürlich auch die Faktoren, die die Demotivation noch vorantreiben. Wir haben einige Motivationskiller für dein Studium zusammengefasst und verraten dir, wie du mit ihnen am Besten umgehst.

Im Studium willst du höchstwahrscheinlich erfolgreich sein, klar. Das hat aber nur einen Wert, wenn es auch genug Aufgaben und Herausforderungen gibt, die dich fordern. Wenn du dich im Studium langweilst, weil dir die Lerninhalte bereits bekannt sind oder trivial erscheinen, machst du nur noch das Nötigste.

Sprich in einem ersten Schritt mit deinen Kommilitonen, vielleicht geht es ihnen ja genauso. Dann könnt ihr mit dem zuständigen Professor darüber sprechen, ob der Lehrplan nicht ein wenig anspruchsvoller gestaltet werden kann.


Ach so, du studierst XY? Damit findest du sicher nicht so schnell einen Job! Nerven dich solche Aussagen oder hast du vielleicht selbst schon solche Gedanken bezüglich deines Studienganges gehegt? Wenn du dir unsicher bist ob du einen Job finden wirst, fragst du dich deshalb bestimmt auch, wofür du überhaupt studierst.

Erst einmal: Steck den Kopf nicht in den Sand! Diese Gedanken sollten noch mehr Ansporn sein, deine Sache gut zu machen. Bist du gut in dem was du machst, wirst du nämlich auch sicher Anstellung finden.

Außerdem musst du nicht nur Schwarz- Weiß denken. Nur weil du einen bestimmten Studiengang belegst heißt das nicht, dass du in deinen Jobmöglichkeiten total eingefahren bist. Es gibt so viele verschiedene Alternativen, auch in benachbarten Berufsfeldern. Ein Quereinstieg ist zum Beispiel auch immer eine Option.


Du findest dein Studium eigentlich super interessant und bist begeistert von den Inhalten. Trotzdem ist es für dich jedes Mal eine Qual, zu deinen Vorlesungen zu gehen? Vielleicht liegt das daran, dass du deine Professoren oder deren Art den Stoff rüberzubringen nicht ausstehen kannst. Oftmals steht und fällt nämlich sehr viel mit den Wissensvermittlern, die dir dein wissenschaftliches Arbeiten erschweren.

Für das laufende Semester heißt es erst einmal Zähne zusammenbeißen. Bei der Planung für die nächsten Semester kannst du aber versuchen solche Professoren zu umgehen, die du nicht leiden kannst. Ganz oft gibt es für ein Themengebiet zum Beispiel verschiedene Seminare oder Vorlesungen, aus denen du wählen kannst.

Wenn das nichts hilft, du aber eigentlich dein Traumstudium gefunden hast, kannst du vielleicht darüber nachdenken die Uni zu wechseln. Das ist zwar ein sehr großer Schritt, vielleicht bringt er aber Schwung in dein Studium.


Nicht nur das lehrende Personal, sondern auch die Universität, an der du studierst, können ausschlaggebend für deine Motivation sein. Regst du dich zum Beispiel ständig über die Infrastruktur oder Organisation der Uni auf oder sie liegt ungünstig, kann das die Motivation schon ganz schön schmälern.

Grundlegend hast du zwei Optionen: Augen zu und durch, oder Uni wechseln. Wenn du in deinem Studium zum Beispiel schon weit vorangeschritten bist solltest du überlegen ob es wirklich nötig ist, die Universität zu wechseln. In diesem Fall solltest du versuchen, dich nicht weiter über die Gegebenheiten aufzuregen. Du kannst dich aber aktiv daran beteiligen, die Uni ein bisschen besser zu machen, wenn du dich zum Beispiel beim AstA engagierst.

Wenn es für dich auch infrage kommt für dein Studium noch einmal die Uni zu wechseln, kannst du auch das versuchen. Natürlich kannst du dir im Vorhinein nicht sicher sein ob es dort wirklich besser sein wird. Ständig angenervt zu sein, wenn du dich mit der derzeitigen Uni-Situation beschäftigst ist aber auch keine Option.


4. Studienförderung

Miete, Lebensmittel, Semesterbeitrag – wie soll das alles bezahlt werden? Der finanzielle Berg, vor dem viele Studenten im Studium stehen, kann die Motivation ebenso schmälern. Plötzlich erscheint eine Ausbildung viel attraktiver, vor allem das Geld verdienen. Aber die eigenen finanziellen Mittel sollten dich nicht an deinem Studium hindern.

Wir geben dir eine kleine Übersicht über die Möglichkeiten, mithilfe derer du dein Studium finanzieren kannst.

Einkommensquellen während des Studiums

  • Studienförderung mit der KfW: Die wohl bekannteste Anlaufstelle für Studienförderung ist die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Hier kann man einen Studienkredit beantragen. Außerdem steht sie hinter den BaföG-Leistungen (Bundesausbildungsförderungsgesetz). Welchen Leistungsbetrag du erwarten kannst, ist abhängig von den Einkommensverhältnissen deiner Eltern.

    Das BaföG soll Jugendlichen und junge Erwachsenen die Möglichkeit bieten, eine Ausbildung absolvieren zu können. Und das unabhängig davon, ob die finanzielle Situation ihrer Familie diese Ausbildung zulässt oder nicht. Einen BaföG Rechner findest du im Internet.

  • Stipendium finden: Im Vergleich zum BaföG, bietet ein Stipendium eine Studienförderung, die nicht zurückgezahlt werden muss. Außerdem gibt es auch nicht-finanzielle Unterstützung, zum Beispiel durch die Teilnahme an Tagungen, Workshops, Seminaren oder anderen Veranstaltungen. In der Regel werden Stipendien vom Staat, von Stiftungen und der Wirtschaft finanziert. Die wichtigsten Kriterien für die Auswahl der Bewerber sind:

    • Wirtschaftliche Situation
    • Besondere Begabung / Eignung
    • Noten
    • Soziales Engagement

    Eine komplette Listung aller Stipendienanbieter scheint es derzeit noch nicht zu geben. Daher sollte man sich direkt bei den Hochschulen erkundigen, ob nicht ein hochschuleigenes Stipendium angeboten wird. Der Hochschulkompass listet verschiedene Stipendiendatenbanken auf, in denen du nach einem Stipendium suchen kannst, das dich unterstützt.

  • Werkstudentenstelle / Nebenjob als Studienfinanzierung: Eine weitere Möglichkeit zur Selbstfinanzierung des Studiums ist ein Nebenjob oder eine Werkstudententätigkeit. Viele Studenten gehen nebenbei kellnern, arbeiten an der Uni oder schlagen sich mit Promo-Jobs durch.!

    Eine bessere Alternative kann aber eine Werkstudentenstelle sein. Damit hat man im Studium schon die Möglichkeit praktische Erfahrungen zu sammeln und ein Unternehmen direkt kennenzulernen. Viele Firmen bieten an, in den Semesterferien Vollzeit und während des Semesters in Teilzeit zu arbeiten. Hier kannst du etwas Geld verdienen und außerdem noch gute Kontakte knüpfen!

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5. Fazit

Während des Studiums bieten sich genug Möglichkeiten, die Motivation zu verlieren und auch genug Zeit, um es anzuzweifeln. Wenn mal die Motivation zum Lernen nachlässt, das Hausarbeit schreiben nervt und das große Ziel zwischendurch mal nicht mehr so attraktiv erscheint, ist das aber oft nicht von Dauer.

Sind die Zweifel und negativen Gedanken rund ums Studium allerdings ständig präsent, solltest du dir überlegen, ob ein anderer Studiengang und eine neue Herausforderung nicht der bessere Weg sind.

Ein gutes Zeitmanagement, Belohnung und ein Ziel zu setzen helfen ansonsten, sich die Gründe, aus denen man das Studium schaffen möchte, vor Augen zu führen. Manchmal heißt es einfach Zähne zusammenbeißen und durch. Mit ein paar kleinen Tipps und er richtigen Motivation kann das Studium aber auch Spaß machen!

In diesem Sinne: viel Erfolg und Spaß im Studium!

Quellen:

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